Weite Würfe in St. Wendel, schnelle Läufe in Püttlingen

Der Sport leidet unter Corona. Beim Versuch einer Rückkehr zur Normalität wurden nun auch in der Leichtathletik unter strengen Auflagen Meisterschaften durchgeführt, in St. Wendel und in Püttlingen. In St. Wendel starteten bei den Aktiven Thorsten Schlör und Matthias Schikofsky, zwei Speerwerfer des TV Illingen. Thorsten wurde mit 54,35 Metern Vierter, Matthias schaffte mit 56,02 Metern als Dritter sogar den Sprung aufs Siegertreppchen. Da werden Erinnerungen wach: Thorsten, mittlerweile zu den Senioren M30 gehörend, war 2014 Speerwurf-Landesmeister, Matthias holte 2017 den Titel in der U20.
Im Stadion Breitwies in Püttlingen waren die LSG 98 Köllertal/TV Püttlingen Ausrichter eines weiteren Teils der Landesmeisterschaften. Die rührigen Gastgeber boten in den Rahmenwettbewerben auch etwas für den Nachwuchs, einen Dreikampf und den 800 Meter-Lauf. Der starke Andrang zeigte, wie sehr die Kids auf dieses Event gewartet hatten – rund dreißig hatten für die 800 Meter der W10 gemeldet! Unter ihnen war auch Céline Krämer, Stütze der TVI-Crossies, noch zur W9 gehörend. Céline war gut vorbereitet. Die Crossies hatten auf Grund von Corona individuelle Trainingspläne, auch nutzten sie die Quarantäne-Initiative “Lauf-weiter.de”.  Dort kämpften sie fast jedes Wochenende bundesweit gegen virtuelle Gegner, waren regelmäßig unter den Besten. 
Zur Vorbereitung der 800 Meter in Püttlingen beschränkte man sich nicht aufs Training im Lieblingsrevier Hosterwald, es ging auch mehrmals auf die Rundbahn im Illinger Stadion. Das hat sich gelohnt!
Zurück zu Céline.  Sie durfte in Püttlingen hochstarten und konnte mit der älteren Konkurrenz prima mithalten: Platz 3 ihres Jahrgangs 2011, Platz 10 im Dreißigerfeld in starken 3:11,33 Minuten.
In bester Lauflaune präsentierten sich auch Kim Lambert und Tamino Gebert, zur W11 bzw. M11 gehörend. Kim, deren Stärken die längeren Distanzen sind, die bei 2 km-Schülerläufen Stammgast auf dem Siegertreppchen ist, wurde über die für sie zu kurzen 800 Meter immerhin Vierte in guten 3:00,30 Minuten, nur 6 Sekunden hinter der Siegerin Mia Salomon vom ATSV Saarbrücken.
Der Coup des Tages glückte Tamino. „Heute gewinne ich“, verkündete Tamino keck gegenüber seinem verdutzten Vater Christoph. Dem hehren Wort folgte die Tat: Tamino lief von der Spitze weg, hatte nach Runde 1 zehn Meter Vorsprung, die er auf 30 Meter ausbaute. Seine Siegerzeit: glänzende 2:44,5 Minuten! In der M11 schaffte das in den letzten Jahren kein Läufer des Leichtathletik-Doppelkreises Neunkirchen/St. Wendel, nicht einmal in der M12 und in der M13. Knappe 3 Sekunden trennen Tamino vom Kreisrekord. Klar, dass der Taminos nächstes Ziel ist!

Stark mit dem Speer: Thorsten Schlör (links) und Matthias Schikofsky
Was für ein Andrang! 30 Mädchen W10, mittendrin Céline.
Céline, ganz links, kurz vor dem Ziel
Kim, beim Start die Zweite von rechts
Tamino führt nach Runde 1, baut seinen Vorsprung auf 30 Meter aus

Geschrieben von wolfiweber

20. September 2020 um 16:39

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Buntes Treiben in der Kita

Corona macht uns zu schaffen, überall. Es fehlt nicht an Versuchen, Schritt für Schritt zu der Normalität zurück zu kehren, wie sie vor Corona herrschte. Neben den Schulen öffneten nun auch die Kindergärten wieder ihre Pforten.
Was europaweit zahlreiche Studien belegen:  Nirgendwo im Bildungsbereich wirkt sich staatliche Unterstützung stärker aus als in der frühen Kindheit. Wer schon in der Kita gefördert wird, hat insbesondere einen besseren Start in der Schule.
Auch hierzulande hat man verstanden, dass den Kleinsten die größte Aufmerksamkeit gebührt. Während der ersten Lebensjahre entwickeln sich die Kinder sehr rasch. Sie sind neugierig und kreativ. In den Kitas entscheidet sich die Zukunft unseres Landes! Aus dieser Erkenntnis heraus entstand das Gute-KiTa-Gesetz, mit dem der Bund die Länder dabei unterstützt, die Kita-Qualität zu verbessern.
Es fehlt nicht an guten Ideen und am Bemühen, sie zu realisieren. Zu nennen ist hier das vielseits gelobte Projekt „Kindergarten Kids in Bewegung“, eine Initiative des Landessportverbandes für das Saarland und des saarländischen Bildungsministeriums. Mehr als hundertmal haben  Sportvereine und Kindergärten bisher das finanziell großzügig geförderte Angebot angenommen, unter ihnen auch der TV Illingen und die Kita Hirzweiler/Welschbach. Weil die Kids mit Feuereifer dabei sind, geht die erfolgreiche Zusammenarbeit nun ins dritte Jahr.
Mit jeweils einem guten Dutzend Kids zwischen 3 und 6 hat es Wolfgang Weber, Übungsleiter des TVI, in seinen wöchentlichen Übungsstunden in der Kita Hirzweiler/Welschbach zu tun. Unterstützt wird er immer von einer Fachkraft der Kita – optimale Arbeitsbedingungen, die allen Beteiligten viel Spaß machen, wie die folgenden Fotos zeigen.

Der Starlight Express ist unterwegs
Mit Power durch den Slalom-Parcours

Geschrieben von wolfiweber

3. September 2020 um 17:01

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Es geht wieder los!

Endlich ist es so weit: Schulen und Kindergärten öffnen wieder ihre Pforten, genau so die Vereine. Auch der TV Illingen nimmt seinen Trainingsbetrieb wieder auf, unter strengen Corona-Auflagen. Hier das Wichtigste: Die Umkleideräume werden nicht genutzt, alle erscheinen in Sportbekleidung. Die Übungsleiter sorgen für Desinfektionsmittel und Seife, achten auf deren sachkundige Anwendung. Körperkontakte werden vermieden. Beim Bewegungstraining sind solche Übungen tabu, die in der Regel eine Hilfestellung erfordern, etwa Klettern an der Strickleiter, Hochziehen an der schrägen Langbank, Klimmzüge, Rollen rückwärts. Nur in akuten Gefahrensituationen greifen die Übungsleiter ein.  Beim Eltern-Kind-Turnen übernehmen die das Kind begleitenden Angehörigen die Hilfestellung.
Natürlich ist man durch die zu beachtenden Regeln weit vom „Normalbetrieb“ entfernt. Aber die Corona-Übungsstunden sind besser als nichts! Wir wissen, wie es ums Bewegungsvermögen unserer Kinder steht. Schon vor Corona wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass einmal Training pro Woche im Verein oder in der Kita entschieden zu wenig ist –  tägliche Bewegung ist angesagt! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert eine Bewegungsstunde am Tag für die Kids, das sei unabdingbar für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit. Traurig: Gerade in Deutschland sieht es hier trübe aus, wir sind europäisches Schlusslicht – nicht einmal 15 % unserer Kinder erfüllen die Forderung der WHO.
Auch wenn die Beteiligung in der ersten Übungsstunde nach den Ferien bescheiden war: Allen, die gekommen waren, sah man die Freude an, endlich wieder mit den vertrauten Mitgliedern der Gruppe und ihren Übungsleitern loslegen zu dürfen. Mit Begeisterung wurde gerannt, gehüpft, balanciert, geworfen, gespielt. Unten einige Fotos vom Eltern-Kind-Turnen und vom parallel stattfindenden Bewegungstraining.

Das Eltern-Kind-Turnen findet nacheinander in 2 Gruppen statt; hier ein Foto von Gruppe 2
Werfen im Bewegungstraining: hier mit Mini-Torpedos …
… und hier mit Loopies
Ab geht die Post: Lauf über die Mini-Hürden

Geschrieben von wolfiweber

20. August 2020 um 09:17

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Gemeinsames Training ist wichtig

Die Zeiten der erzwungenen Isolation nähern sich ihrem Ende, schrittweise öffnen Schulen und Kitas wieder ihre Pforten. Die Corona-Isolation wurde von den TVI-Crossies aktiv überbrückt, dank individueller Trainingspläne und dank der Quarantäne-Initiative Lauf-weiter.de. Fast jedes Wochenende kämpften die TVI-Crossies bundesweit gegen virtuelle Gegner.  Unvergessen einige Top-Leistungen der Crossies, nachzulesen unten auf dieser Website. Hier einige Highlights: Über 1,5 km glänzte Klara Fries in 7:44 min in der U10 als Vierundzwanzigste von sage und schreibe 170 Läuferinnen, Leonard Keßler ließ in 7:17 min als Neunzehnter 143 Konkurrenten hinter sich. Über 5 km schaffte Kim Lambert mit ihren 10 Lenzen in 25:15 min Platz 15 von insgesamt 320 bundesweit in den verschiedenen Altersklassen gestarteten Läuferinnen. Aber nicht nur solo, auch als Kollektiv sind die Crossies stark: Kim, Karla, Leonard, dazu Tamino Gebert, Céline Krämer und Eliah Fries, im Schnitt zusammen nicht mal 10 Jahre alt, erkämpften bei der „Family & Friends-Staffel“ unter 108 Teams den hervorragenden 28. Platz!
Das herkömmliche Training in der Gruppe darf natürlich nicht fehlen, geht trotz der verlangten Corona-Einschränkungen problemlos von statten. Nichts gegen die individuellen sportliche Auftritte, aber Kids brauchen zur Ausbildung ihres Sozialverhaltens andere Kinder, sie lernen von diesen in vielerlei Hinsicht mehr als von Erwachsenen. So treffen sich die TVI-Crossies sonntags um 11 im Hosterwald. Das Training ist bunt: Dauerlauf, fetzige Staffeln, Zielwerfen stehen auf dem Programm. 
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Im Hosterwald mit viel Spaß unterwegs: die TVI-Crossies

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Zielwerfen mit Holzknüppeln: Kim zeigt, dass es auch ohne Maske geht – als Mundschutz genügen die eigenen Haare!

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Stolze Präsentation der beim Zielwerfen gewonnenen Ehrenpreise

Geschrieben von wolfiweber

21. Juni 2020 um 19:02

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Heiß ersehnt: die Öffnung der Kitas

Seit Wochen sind die Kitas geschlossen. Der jüngst von Bund und Ländern gefasste Beschluss zur Bewältigung der Corona-Krise ist sechs Seiten lang, nur sechs Zeilen befassen sich mit der Kinderbetreuung. Und es geht nur um die Vorschulkinder, nicht um die jüngeren.
Das ist enttäuschend. Vergessen wird, dass die Kleinen in ihrer Kita nicht nur gerne spielen, sie wollen ihre Neugier befriedigen, sie wollen etwas lernen. Sprachförderung ist ganz wichtig, auch das spielerische Erlernen von Fähigkeiten, die fürs spätere Rechnen und Schreiben grundlegend sind. Besonders die Kinder, die zu Hause weniger Anregungen erfahren, darunter solche, die dort nicht einmal Deutsch sprechen, profitieren vom Besuch einer guten Kita.
In Zeiten von Corona wird viel gejammert über verlorene Bildungschancen – bei den Schulkindern. Die frühkindliche Bildung steht hierzulande so gut wie nicht zur Debatte. Anderswo schon: Studien in Norwegen haben gezeigt, dass sich eine gute Kita bis weit ins Erwachsenenalter positiv auswirkt. In Norwegen wurden folgerichtig beim Rückfahren des Lockdowns die Kitas noch vor den Schulen geöffnet. Dort meint man es ernst mit den Kleinen, schon lange vor Corona. Die Skandinavier sind erheblich weiter als wir. In Schweden etwa muss eine angehende Vorschul-Lehrkraft ein dreijähriges Hochschulstudium absolvieren. Die Folge: bessere Bezahlung, vergleichbar der eines Grundschullehrers, und deshalb auch deutlich mehr Männer als bei uns, die sich für diesen Beruf entscheiden.
Die Zeiten, in denen bei uns Kitas vordringlich als Ort verstanden wurden, die den Müttern einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen, sind vorbei. Die Qualitätsdiskussion steckt allerdings noch in den Anfängen. Verbindliche Mindeststandards gibt es nicht. Die Milliarden des Gute-Kita-Gesetzes werden von den meisten Bundesländern, auch dem Saarland, nicht für einen besseren Personalschlüssel oder für die Ausstattung der Kitas genutzt. Sie sind kein Geschenk für die Kinder, sie sind eins für die Eltern, deren Kita-Beiträge reduziert werden. Hierzu der Leserbrief einer Mutter in der Zeit: „Warum diskutieren wir nicht mal darüber, welche riesigen Opfer die Kinder gerade bringen? Es kann doch nicht sein, dass die Kinder in dieser Krise keine Stimme haben, nur weil sie keine Wähler sind!“
Noch träumen wir von skandinavischen Verhältnissen. In Schweden und Norwegen kommen bei den Ein- bis einschließlich Dreijährigen 3 Kinder auf einen Kita-Lehrer oder eine Kita-Lehrerin, bei den Vier- bis Sechsjährigen 6 Kinder. Davon sind wir weit entfernt, mit gravierenden Folgen: Ein Viertel der Kita-Mitarbeiter steigt wegen der enormen Arbeitsbelastung während der ersten vier Arbeitsjahre aus.

LEONIE1Hier war die Welt noch in Ordnung – buntes Treiben in der Kita Hirzweiler/Welschbach, dem Kooperationspartner des TV Illingen.

Geschrieben von wolfiweber

3. Mai 2020 um 15:09

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Nicht nur als Solisten, auch als Staffel sind die TVI-Crossies spitze

Der Sport hat es schwer in den Zeiten von Corona. Alle großen Meisterschaften mussten abgesagt werden. Besonders leidet der Mannschaftssport. Dort ist man vielerorts aufs große Geld angewiesen, das über die Zuschauer und das Fernsehen in die Kasse kommt. Insbesondere Vereine mit gut bezahlten Profis funken SOS, verlangen staatliche Unterstützung.
Der Individualsport hat es leichter. Dank Internet wurden hier interessante Alternativen gefunden. Als Beispiele seien Schach und Leichtathletik genannt. Wolfgang Weber, Ehrenvorsitzender des Schachclubs Turm Illingen und Übungsleiter im TV Illingen, freut sich, dass seine Schützlinge auch in Zeiten von Corona ihr sportliches Glück finden. Bei der ersten saarländischen Schach-Quarantänemeisterschaft der U25 wurde Jonas Feidt, U16, zum gefeierten Sieger, sein Vereinskamerad Luca Zimmer, U20, wurde Sechster. Weber hat in den Achtziger- und Neunzigerjahren zahlreiche Seniorenrekorde im Mittel- und Langstreckenlauf aufgestellt, von denen einige bis heute bestehen. Jetzt stellt er mit großer Freude fest, dass die TVI-Crossies auf seinen Spuren wandeln. Jeden Sonntag sind sie auf Achse, kämpfen bundesweit im Rahmen der Initiative Lauf-weiter.de  gegen virtuelle Gegner. Regelmäßig haben sie es in ihrer Altersklasse aufs Siegertreppchen geschafft, nachzulesen in den vorangegangenen Berichten auf dieser Website.
Letztes Wochenende stand ein 10 km-Staffellauf auf dem Programm. In der Family & Friends-Staffel starteten Kim Lambert, Tamino Gebert, Klara Fries und Leonard Keßler. Kim und Tamino, beide U12, liefen jeweils drei Kilometer, Klara und Leonard, beide U10, übernahmen je zwei Kilometer. Die Zeiten der jungen Laufenthusiasten können sich sehen lassen: Kim schaffte 14:57 Minuten, Tamino 14:27 min, Klara 12:21 und Leonard 10:41 Minuten. Außer Wertung lief auch Céline Krämer mit. Die Achtjährige war lange wegen einer hartnäckigen Erkältung außer Gefecht. Jetzt meldete sich Céline eindrucksvoll zurück: 2 km in bemerkenswerten 11:03 Minuten!
Genau 108 Staffeln waren bei diesem Event bundesweit angetreten. Das Alter der Starter ist in den Melde- und Ergebnislisten nicht angegeben.  Die TVI-Crossies, im Schnitt nicht mal 10 Jahre alt und sicher eine der jüngsten Staffeln, belegten mit 52:26 Minuten den hervorragenden 28. Platz. Das macht Lust auf mehr!

Staffellauf 1_TAM_KIM            KIM_STAFFEL_1

Links Tamino, hinter ihm erscheint Kim.
Rechts Kim kurz vor der Schlussgeraden, begleitet von Papa Martin.

KLARA_STAFFEL_1   LEO_STAFFEL_1     Céline_STAFFEL_1 
Klara                            Leonard                               Céline

Staffellauf 2_TAM_KIM_MILLA
Nach ihrem tollen Staffel-Auftritt strahlen Kim und Tamino um die Wette. Fan Milla, kleine Schwester von Kim, bringt Farbe ins Foto, das Taminos Papa Christoph gemacht hat. 
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Geschrieben von wolfiweber

26. April 2020 um 19:38

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Der Osterhase hatte ein Herz für die TVI-Crossies

Am Ostersonntag gab’s bei Lauf-weiter.de neben den Langstreckenwettbewerben für die „Großen“ auch bundesweit etwas für die „Kleinen”, einen Bambini-Lauf über 500 Meter und einen Schülerlauf über 1,5 Kilometer. Das Angebot fand regen Zuspruch: 528 Bambini und 972 Schüler waren dabei! Im Schülerlauf starteten vier TVI-Crossies: Eliah und Klara Fries, Céline Krämer und Leonard Keßler.
Als um 18:30 Uhr die Ergebnisse online waren, durfte gejubelt werden: Eliah wurde in der Altersklasse U8 in 8:31 Minuten Siebter von 48 Gestarteten, seine Schwester Klara in 7:44 min in der U10 Vierundzwanzigste von sage und schreibe 170 Läuferinnen! In dieser Klasse unterwegs war nach krankheitsbedingter Pause auch Céline, die es auf Rang 40 schaffte – hätte ihr Begleiter Marco am Schluss nicht 10 Sekunden zu spät die Uhr gedrückt, wäre sie auf Rang 34 gelandet. Bleibt noch Leonard, in der U10 bei den Jungs unterwegs. In starken 7:17 min erkämpfte er Platz 19, ließ eine Schar von 143 Konkurrenten hinter sich.
Bei den Ergebnissen der Crossies sollte erwähnt werden, dass die gewählte Laufstrecke keinesfalls optimal ist. In Anbetracht der vielen Meldungen rechnete man sich kaum Chancen aus, wollte einfach nur dabei sein, in vertrauter, malerischer Umgebung. Die „Weberschleife“ nahe dem Bauernhof von Helgo Weber in Hirzweiler hat Auf- und Abstiege, über 30 Höhenmeter mussten überwunden werden, da hatten es viele Konkurrenten auf ebenem Terrain sicher leichter. Umso bemerkenswerter ist das Abschneiden der Crossies des TVI.
Kim Lambert zog es vor, dem virtuellen Gedränge bei den Schülerinnen beim 2km-Lauf aus dem Weg zu gehen, blieb bei ihren 5 Kilometern. Zweimal war sie dort bereits bei den vorangegangenen Läufen auf dem Siegerpodest, und auch diesmal schlug Kim zu: Platz 2 der U12 in 25:01 Minuten! Die Zehnjährige eroberte im Feld der insgesamt 339  5km-Läuferinnen spektakulär Rang 18. „Ich war diesmal ganz schön platt“, gestand das Illinger Laufwunder, „aber ich freue mich riesig über meine neue Bestzeit und den tollen zweiten Platz!“

CÈLINE_MARCO LEO_MAMA  

Endspurt: links Leonard mit Mama Melanie, rechts Céline  mit Marco 

KLARA_ELIAH_OSTERNFAM_LAMBERT                

Links: Kim und Familie, kurz nach dem Lauf im Hosterwald
rechts: Sie strahlen um die Wette: Eliah und Schwester Klara; Optimieren der Fotos durch Anklicken!                         
                         

Geschrieben von wolfiweber

13. April 2020 um 10:59

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Lauf 3 der Serie 2020 von Lauf-weiter.de

Tolle Erfolge der TVI-Crossies

„Wir wollen euch am Laufen halten – online!“ Das Angebot von Lauf-weiter.de wird bestens angenommen, auch die Crossies des TV Illingen sind dabei. Kim Lambert stieg beim Lauf 2 der Serie 2020 am 29. März ein, landete in der U12 im 5 km-Lauf mit 26:55 Minuten überraschend auf dem ersten Platz. Eine Woche später dann Lauf 3, wieder mit Kim, der sich diesmal Klara Fries und Leonard Keßler anschlossen, beide gehören zur U10. Auch diesmal waren alle Altersklassen vertreten, Schüler, Jugend, Aktive und Senioren. Insgesamt machten bundesweit 1040 Laufbegeisterte mit, 400 mehr als bei Lauf 2, das kann sich wirklich sehen lassen!
Sehen lassen kann sich auch das fantastische Abschneiden der TVI-Crossies: Klara wurde in der U10 mit 32:15 Minuten sensationell Erste, der gleichaltrige Leonard mit 27:43 Minuten bei den Jungen Dritter. Kim lief wie Klara ihre vertrauten 5 km im Hosterwald, verbesserte ihre Siegerzeit von Lauf 2 um glatte anderthalb Minuten auf 25:15 min. Die 10-jährige Kim war 15. der insgesamt 320  5km-Läuferinnen! Und fast hätte es in ihrer Altersklasse wieder zu Platz 1 gereicht, wäre da nicht die Hamburgerin Ida Marie Böhm von Duwo 08 gewesen, die starke 24:33 Minuten schaffte.
Grundlage des Erfolgs der TVI-Crossies ist die tatkräftige Unterstützung ihrer Eltern. Die wurden zu Experten bezüglich der Running Apps (benutzt von Klara und Leonard) oder der von Kim bevorzugten Trackinguhr. Beide Verfahren liefern genaue Angaben bezüglich Distanz und Laufzeit, sogar die zurückgelegten Höhenmeter werden erfasst. Diese Daten werden an Lauf-weiter.de gemeldet, ab 18:30 Uhr stehen sie im Web.
Während Mirko Keßler Sohnemann Leonard per Fahrrad auf dem Feldwirtschaftsweg Richtung Urexweiler begleitete, liefen die Väter von Klara und Kim im Hosterwald mit, der Papa von Klara außer Konkurrenz. Richtig mitgemischt hat Martin, der Papa von Kim. Er konnte zwar am Ende nicht ganz mit seiner Tochter Schritt halten, für Platz 10 bei den Männern der M50 reichte es dennoch, genau wie bei Lauf 2. Man sieht: Familie Lambert pendelt sich ein – das Töchterchen weit vorne, der Papa auf einem sicheren Platz im Mittelfeld.

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Links Leonard, begleitet von Papa Mirko, rechts Kim mit Schwesterchen Milla

 

                  RUNTASTIC_KLARA

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Links Laufprotokoll von Leonard, rechts Klara mit den Daten ihrer Running App.     

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Geschrieben von wolfiweber

6. April 2020 um 18:04

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Heißer Tipp für Läufer: LAUF-WEITER.DE

Was tun in den Zeiten erzwungener Isolation? Sicher, man kann auch alleine trainieren. Aber wenn die „Mitläufer“ ausbleiben, wenn auch in puncto Wettkampf tote Hose ist, dann fehlt doch etwas.
Not macht erfinderisch. Die Lösung heißt Lauf-weiter.de Hier die Erklärung der Initiatoren des Projekts: „Unsere Mission: Wir wollen euch am Laufen halten – gemeinsam – online! Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen stärkt Laufen dein Immunsystem und deine Fitness! Daher wollen wir gemeinsam weiterlaufen. Aus genau diesem Grund haben wir Lauf-weiter.de ins Leben gerufen und bringen somit den Wettkampf direkt zu dir nach Hause“.
GUTSW_KIMKim Lambert (links beim Gutsweiherlauf in Neunkirchen), Stütze der vor Corona so erfolgreichen TVI-Crossies, hat das Angebot genutzt. Sie wurde von den Initiatoren von Lauf-weiter.de angeschrieben, die von Kims überregionalen Erfolgen dank digitaler Vernetzung wussten. Kim startete voriges Jahr unter anderem erfolgreich in Melsungen beim Nachwuchscup der IGL, der „Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer“.
Sie und ihr Papa Martin hatten sich zusammen bei Lauf-weiter.de angemeldet, zum Lauf 2 der Serie 2020. Der Start ihres 5 km-Laufs war am 29. März um 10 Uhr im Hosterwald. Die Strecke durften sie selbst auswählen. Bei der Anmeldung erhielten sie einen Link. Nach dem Lauf mussten sie am gleichen Tag bis 18 Uhr ihre Zeit und ein Foto von der Running-App oder Trackinguhr zu Lauf-weiter.de schicken.
Kim und Papa Martin hatten es bei ihrem Lauf nicht mit echt vorhandenen, sondern mit virtuellen Gegnern zu tun, die irgendwo zur gleichen Zeit ebenfalls ihre 5 Kilometer absolvierten. Alle eingesandten Ergebnisse wurden von Lauf-weiter.de zügig ausgewertet. Und siehe da: Kim landete in der U12 mit 26:55 Minuten auf dem ersten Platz! Kleiner Makel: In ihrer Altersklasse, der U12, war Kim alleine. Ihre Platzierung wird aber dadurch ins rechte Licht gerückt, als sie auch bei der U14 vorne gewesen wäre. Überhaupt waren beim Event alle Altersklassen vertreten, Schüler, Jugend, Aktive und Senioren. Neben den 5 km werden auch 10 km und Halbmarathon angeboten, das Gros startet über die 5 km. Insgesamt 661 Laufbegeisterte machten mit. Kims Papa erkämpfte mit 27:00 Minuten Platz 10, vor weiteren 15 Konkurrenten der M50. Tagesbestzeit lief der 25-jährige Norman Korff von der LSV Ladenburg, er schaffte die 5 Kilometer in 17:49 Minuten. Kims männliches Pendant in der U12 ist Ian Cox vom ASV Duisburg. Ian rettete die Ehre der Jungs – er war bei seinem Sieg 41 Sekunden schneller als Kim.
Solche Erfolge machen Lust auf mehr. Lauf 3 der Serie 2020 ist am 5. April. Gut möglich, dass neben Kim dann auch weitere TVI-Crossies dabei sein werden.

Geschrieben von wolfiweber

31. März 2020 um 15:52

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Der Sport in den Zeiten der Corona-Pandemie

Hausaufgaben beim TV Illingen

„Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ ist der Titel eines berühmten Romans des Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Im Roman geht es darum, dem „Grauen des wirklichen Lebens“ zu entrinnen und gegen alle Widerstände sein Glück zu finden.
Einem Grauen ähnlicher Art sind wir momentan ausgesetzt, auch unsere Kids. Nur geht es bei den KLEINEN WILDEN und den TVI-CROSSIES nicht um die Cholera und die Liebe (die hat noch Zeit), es geht ums Corona-Virus und den Sport. Der hat bei ihnen einen hohen Stellenwert. Was tun, wenn Schulen und Kindergärten geschlossen sind, wenn auch die Vereine den Trainingsbetrieb eingestellt haben? Was tun in den Zeiten der erzwungenen Isolation? Da gibt es nur eine Alternative: Allein und zuhause muss trainiert werden! Die KLEINEN WILDEN des Bewegungstrainings des TV Illingen sind dies gewohnt, sie wurden schon in den Zeiten vor dem Corona-Virus immer wieder zum häuslichen Training animiert. Einmal Training pro Woche im Verein oder in der Kita ist entschieden zu wenig, tägliche Bewegung ist angesagt. Eine Stunde am Tag fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Kids, das ist unabdingbar für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit. Traurig: Gerade in Deutschland sieht es hier trübe aus, wir sind europäisches Schlusslicht – nicht einmal 15 % unserer Kids erfüllen die Forderung der WHO.
Bei den KLEINEN WILDEN wird gegengesteuert, als Beispiel sei Lias genannt. Der hat in Mama Nadja eine ideale Partnerin. Die Rollen – vorwärts, seitwärts, rückwärts – sind abgehakt, jetzt steht der Kopfstand auf dem Programm. Man kann so viel zuhause machen, auch Balancieren, Hüpfen auf einem Bein, Werfen sind eine Option. Und die TVI-CROSSIES, die in Schmelz, in Lebach, in Haus-Furpach so spektakulär auftrumpften? Die Crossies haben allesamt individuelle Trainingspläne. Zwei- bis dreimal ein 30- bis 40-minütiges Training pro Woche ist ideal, ist zeitlich kein Problem, weil ja die Schule ausfällt. Crossie-Trainer Wolfgang Weber macht seinen Schützlingen Mut: „Wenn das Grauen vorbei ist, ihr eure sportlichen Hausaufgaben gemacht habt, tretet ihr in Topform wieder an. Ob 2 km-Schülerlauf oder 800 Meter auf der Bahn, ihr werdet euren Stammplatz auf dem Siegertreppchen behaupten!“

 GUTSWEIHERLAUF    LIAS_2           

Links:    Viel Andrang  beim Gutsweiherlauf; solche Massenveranstaltungen sind out.
Rechts: Beim Faschingsturnen war die Welt noch in Ordnung; Lias in den Fängen von Schönheitskönigin Indira; Optimieren der Fotos durch Anklicken!

Geschrieben von wolfiweber

17. März 2020 um 09:17

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