Zehn Jahre Bewegungstraining

Eltern-Kind-Turnen und Bewegungstraining sind das Herz des TV Illingen

Hoher Besuch: Staatssekretär Stephan Kolling und Bürgermeister Dr. Armin König links neben Wolfgang Weber (rotes Shirt), dem Initiator des Bewegungstrainings; rechts OStD Christoph Schreiner, der Leiter des Illtal-Gymnasiums.

Ein Sportverein steht und fällt mit seiner Nachwuchsarbeit. „Nur wer die Jugend hat, hat die Zukunft“ – im TV Illingen hat man dies erkannt. Kinder, die früh in den Verein kommen, oft mitsamt ihrer Familie, bleiben dem Verein nicht selten ein Leben lang treu.
Zum Vorzeigeprojekt des TVI ist das Bewegungstraining geworden. Das Training der KLEINEN WILDEN ist ein echter Hingucker. Kids ab vier Jahren, meist vom Eltern-Kind-Turnen kommend, finden hier ihr wöchentliches Training. Das hat sich im Laufe vieler Jahre entwickelt. Die Herausforderung: Wie umgehen mit Kids zwischen vier und sieben Jahren, die sich altersbedingt in ihren motorischen, geistigen und sozialen Fähigkeiten erheblich unterscheiden? Die Antwort: Die Kids müssen permanent in Bewegung sein, es darf keinen Stillstand, keine Langeweile geben!
Dreißig im Schnitt, manchmal sogar vierzig und mehr, da müssen sich die Übungsleiter etwas einfallen lassen. Als optimal hat sich die Aufteilung in drei Gruppen erwiesen, die im Wechsel an drei Stationen üben. Unabdingbar: zwei Übungsleiter/Helfer an jeder Station! Genau dreißig sind es in den zehn Jahren geworden, allesamt juristisch abgesichert durch Verträge. Die Vielzahl hat einen einfachen Grund: Die meisten Helfer waren Eltern, und die sind nur so lange geblieben, wie ihr Kind das Bewegungstraining besuchte.
Kurzweilig und abwechslungsreich muss das Training sein. Ziel ist das Erarbeiten einer Grobform turnerischer und leichtathletischer Fertigkeiten. Das Bewegungstraining ist gewissermaßen die „Schaltzentrale“ des TVI, denn von hier geht es im Regelfall vereinsintern weiter zu den Turnern, den Leichtathleten, den Basketballern.
Lustige Spielchen dürfen im Training der KLEINEN WILDEN nicht fehlen. Immer sind Kids da, die mit originellen Vorschlägen und Spielideen aufwarten, die sie nicht selten vom Kindergarten mitbringen. Einer der Höhepunkte im Jahr ist das Faschingsturnen. „Verboozt“ rücken die Kids dann an, aber immer so, dass man in den tollen Kostümen auch noch bequem turnen kann. Überhaupt wird der gewohnte Rahmen im Treiben der KLEINEN WILDEN häufig gesprengt, im Verbund mit den übrigen Kids des TVI:  Theaterbesuche, nicht nur hier vor Ort, sondern auch auf der Freilichtbühne, Ferienlager in Braunshausen, Zoo-Besuche, Teilnahme am Ferienpass der Gemeinde Illingen, am Bambini-Event des  Illinger City-Laufs, bei Volksläufen in der Umgebung wie dem Benin-Lauf in Hirzweiler.
Dankbare Eltern werden zu geschätzten Sponsoren. Einer der Fans der KLEINEN WILDEN ist Staatssekretär Stephan Kolling. Er kommt regelmäßig vorbei, zurück an die Schule, an der er sein Abi gemacht hat. Nie erscheint der „Hohe Besuch“ mit leeren Händen. Die tollen Hilfsmittel und Geräte, ein wichtiger Bestandteil des Trainings der KLEINEN WILDEN, sind zum Großteil ein Geschenk des Staatssekretärs.
Über die Aktivitäten der KLEINEN WILDEN ist regelmäßig in der Lokalpresse berichtet worden. Immer wurde betont, dass einmal Training pro Woche im Verein nicht reicht – tägliche Bewegung ist angesagt!  Schon vor Corona stand fest,  dass in Deutschland nur noch etwa jeder vierte Junge und jedes sechste Mädchen das Bewegungspensum von einer Stunde täglich erreicht, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit empfohlen wird. Professor Georg Wydra, der Leiter des Sportwissenschaftlichen Instituts der Universität des Saarlandes, hat mit seinen Mitarbeitern schon lange vor Corona umfangreiche Untersuchungen bei Vorschulkindern durchgeführt. Wydras Fazit: „Wir mussten feststellen, dass nur noch sehr wenige Kinder der Altersgruppe 4 bis 6  im koordinativen Bereich gute Werte erreichen!“

Links: Ausprobieren neuer Geräte; rechts: Hilfestellung durch eine „echte“ Ärztin – was soll da noch schief gehen?
Optimieren der Fotos durch Anklicken!

Tolle Kostüme beim Faschingsturnen – aber alle so, dass man darin noch gut turnen kann!

Viel Spaß beim Spielen mit dem Schwungtuch

Jedes Jahr ein Highlight: die KLEINEN WILDEN stellen das Gros der Bambini beim Illinger City-Lauf

Besuch im Saarbrücker Zoo

 

 

Besuch der „KLEINEN HEXE“, aufgeführt vom Theaterverein Illingen

Die Fotos oben stammen aus einer Zeit, als die Welt noch in Ordnung war. Dann aber kam Corona. Lange Zeit Einstellung sportlicher Aktivitäten, später dann unter strengen Auflagen der Versuch einer Rückkehr ins Normale. Das Foto unten zeigt, wie dieser Versuch im Bewegungstraining des TVI aussah: die Kids motiviert und konzentriert, die Übungsleiter und Übungsleiterinnen allesamt maskiert …

Geschrieben von wolfiweber

14. Juli 2021 um 10:20

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DIE LETZTE STUNDE

27 waren gekommen, obwohl das Bewegungstraining erst wieder anlief. Man sah ihnen ihre Freude an: Endlich können wir wieder gemeinsam spielen, purzeln, krabbeln, balancieren, durch die Luft schweben. Acht waren zum ersten Mal da, davon vier aus dem Eltern-Kind-Turnen. Svenja und Tammy hatten zum Glück an diesem Nachmittag frei, so dass Willi und ich nicht allein waren und wir wie gewohnt drei Gruppen bilden konnten.  

Hier Fotos von den KLEINEN  WILDEN.

Geschrieben von wolfiweber

24. Juni 2021 um 10:17

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Andre lebt seinen Traum

Flag Footballer aus Illingen auf Tuchfühlung mit der Nationalmannschaft

FLAG  FOOTBALL  –  in Deutschland ein neuer Sport. Einer, der im Kommen ist! Beim Flag Football wird versucht, auf geschickte Weise die gegnerische Flag zu ergattern. Die Eroberung eines der beiden Stoffbänder, die jeder Spieler an der Seite trägt, stoppt den gegnerischen Angriff. Dies ist ganz anders als beim American Football, wo der Gegner durch Tackeln, d. h. durch einen körperlichen Angriff, zu Boden gebracht wird.

In den USA spielen 8 Millionen Menschen Flag Football. Der Sport ist dort deshalb so beliebt, weil Kinder und Jugendliche mitmachen können, Jungen und Mädchen, häufig in gemischten Mannschaften.
Auch hierzulande ist Flag Football auf dem  Vormarsch. Über 300 Hobbyteams gibt es mittlerweile. Regelmäßig werden Turniere mit namhaften Teams veranstaltet, eines von ihnen ist der „Weck, Worscht un Woi Bowl“ in Mainz.
Eines der drei saarländischen Flag Football-Teams sind die WHITE TERRIERS, die über den TV Illingen starten. Auch sie litten unter Corona. Der Winter war für sie quälend lang, wegen der Pandemie fielen zahlreicher Trainingseinheiten aus. Kein Sportbetrieb von November 2020 bis Mai 2021, die  Grundlage für sportliche Topleistungen war also alles andere als optimal. Dennoch wagte es Andre Becker, ein Spieler der WHITE TERRIERS, sich für die diesjährigen Tryouts der Flag Football- Nationalmannschaft zu bewerben. „Die Anmeldung für die Auswahltrainings wurde auf der Facebook-Seite des Verbands veröffentlicht“, erläutert Andre, Coach der WHITE TERRIERS. „Ich dachte mir: Warum sollte ich es nicht probieren, was habe ich schon zu verlieren?“ Angaben zu Größe, Gewicht, Erfahrung und Position wurden erfragt. Und siehe da: In der ersten Juniwoche kam für Andre tatsächlich die Einladung zum Auswahltraining!

Am 19. Juni  war es dann so weit, in Kelkheim im Taunus fand auf dem Gelände des ortsansässigen Flag Football-Vereins die Sichtung statt. Dreieinhalb Stunden bei brütender Hitze verlangten nicht nur sportspezifisches Können, sondern auch sehr viel Trinken.
Andre ist höchst zufrieden. „Ich hatte die Möglichkeit, mit den deutschen Topspielen zusammen zu spielen, das war den Aufwand wert!“ Nur 15 % der Bewerber kommen in den erweiterten Kader, und die Konkurrenz ist riesengroß. „Die anderen trainieren jeden zweiten Tag, deren Chancen sind natürlich besser!“
Aber wie immer es ausgehen mag, Andre freut sich schon jetzt auf die Flag Football-WM Ende des Jahres in Israel. Auch wenn er dann nicht vor Ort sein sollte, wird er mit großem Interesse das Spektakel verfolgen – im Livestream.
Unterm Strich eine tolle Story, die zeigt, dass es in jeder Sportart und an jedem Ort Talente gibt, die auf den Spuren von Robin Gosens wandeln. Bei der Fußball-Europameisterschaft war er MAN OF THE MATCH beim berauschenden deutschen Sieg gegen Portugal. „Träumen lohnt sich“  ist der Titel von Gosens Autobiografie.
Wer gerne Flag Football spielen möchte, kann sich auf der Instagram-  oder der Facebook-Seite der WHITE TERRIERS SAAR oder auf www.tv1894illingen.de  informieren.

Unten links die WHITE TERRIERS; hinten Zweiter von links: Andre
Rechts Andre (in Weiß) im Trainingsspiel gegen die Trierer Biber

Geschrieben von wolfiweber

23. Juni 2021 um 19:37

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Zurück zur Normalität

Endlich! Es tut sich was für unsere Kids. Sie waren das Feld, auf dem die Politik ihre Härte gegenüber Corona demonstrierte. Schule auf, Schule zu – es ging hin und her. In Schulen herrscht Testpflicht, während sich Unternehmen mit Testangeboten für ihre Mitarbeiter begnügen. Die Politik orientiert sich an der Wirtschaft, nicht an den Kindern. Die sind nun mal keine Wähler, haben keine Lobby.
Andere Länder, neben den skandinavischen auch Frankreich, Österreich und die Schweiz, haben den Schul- und Sportbetrieb der Kinder deutlich weniger eingeschränkt. In der BRD gibt es Kinder, die zwei Jahre lang ihre Schule nicht mehr von innen sahen. Zum zweiten Mal feierten sie ihren Geburtstag alleine. Sie trafen ihre Freunde nicht mehr im Jugendtraining, hunderttausende haben nicht Schwimmen gelernt. Ein Drittel der Kinder hat psychische Probleme, fast die Hälfte bewegt sich so gut wie nicht mehr. Sichtbare Folge: deutliches Übergewicht! Dabei ist sportliche Betätigung so wichtig. Professor Froböse von der Sporthochschule Köln: „Bewegung ist wie eine Impfung, sie schützt uns in hohem Maß vor dem Virus!“ Froböses Empfehlung: zweieinhalb Stunden pro Woche, das wäre optimal!
Erwiesen ist, dass Kinder äußerst selten an Corona erkranken. Internationale Studien haben außerdem bestätigt, dass unsere Kids zwar Virenträger, aber keine Virenschleudern sind. Sie sind keinesfalls ein Motor des Infektionsgeschehens.
Endlich wurden die Vorschriften gelockert, auch im TVI versucht man die Rückkehr zu einem halbwegs normalen Sportbetrieb. Sehr zur Freude der  TVI-Crossies! Die haben Legendenstatus. Bei den Crossies startete vor Jahren die jetzige Sparkassenpräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, auch Staatssekretär Stephan Kolling mischte munter mit. Beide haben einen wesentlichen Anteil daran, dass ihre Schule, das Illtal-Gymnasium, bei den Schullaufmeisterschaften Stammgast auf dem obersten Siegertreppchen war. 
Die Crossies  treffen sich sonntagsmorgens um 11 Uhr im Hosterwald, um dort ihre Runden zu drehen. Ihr Trainer Wolfgang Weber ist erstaunt, wie gut sie trotz Corona in Form sind. Aber sie haben ja auch fleißig ihre „Hausaufgaben“ erledigt und jede Woche mindestens zwei Mal nach genauer Anweisung ihr „Läufchen“ gemacht. Das ist natürlich viel schöner, wenn auch die anderen dabei sind.

Die erste Runde ist gedreht, Tamino und Leonard haben sich abgesetzt und kommen als Erste ins Ziel.

Neben dem Laufen steht immer auch das Zielwerfen auf dem Programm, wo es schöne Preise zu gewinnen gibt. Hier nimmt Kim Maß.

Geschrieben von wolfiweber

10. Mai 2021 um 11:32

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Der TVI und die LG SAAR 70

Neben der TG Landsweiler-Reden, dem TV Ottweiler, dem TV Wemmetsweiler und dem TuS Wiebelskirchen ist der TV Illingen einer der fünf Mitgliedsvereine der LG Saar 70, die letztes Jahr 50jähriges Jubiläum feiern wollte. „Die Feier wird nachgeholt, sobald Corona überwunden ist“, verkündet der LG-Vorsitzende Jürgen Müller.
Die LG wurde 1970 gegründet, um in den verschiedenen Altersklassen des Schüler-, Jugend-,  Aktiven- und  Senioren-Bereichs  konkurrenzfähige Mannschaften stellen zu können. „Alleine haben wir als Verein keine Chance“, war das Credo des LG-Gründungsvaters  Fredo Forst, „aber zusammen sind wir eine Macht!“
Was die Laufwettbewerbe anbelangt, konnte die LG bei  Mannschaftswettbewerben immer auf den TVI bauen. Das war in weiten Teilen ein Verdienst von Wolfgang Weber. Er entdeckte als Lehrer am Illtal-Gymnasium zahlreiche Talente, die er für „seinen“  Sport begeistern konnte, für den Mittel- und Langstreckenlauf. Dank Weber waren die Illtal-Crossies des IGI in den Achtziger- und Neunzigerjahren höchst erfolgreich bei den Saarländischen Schullauf-Meisterschaften. Viele Crossies fanden den Weg in den TVI, glänzten dann im Trikot der LG Saar 70. Einige schafften den Sprung unter die Top Ten des  DLV, holten Medaillen bei überregionalen  Meisterschaften. 
In den Laufwettbewerben gelang es dem TVI immer wieder,  ganz alleine eine schlagkräftige Mannschaft oder Staffel ins Feld zu führen. Zwei Beispiele seien genannt. Unvergessen der Auftritt der TVI-Sprinterinnen der W 40 bei den Staffel-Landesmeisterschaften 2001 in Rehlingen. Claudia Backes, Rosel Resch, Margit Ernwein und Gabi Steuer bildeten ein imponierendes Quartett  nicht nur höchst ansehnlich, sondern auch sehr schnell. Auf dem Foto unten sind die Vier bester Laune. Was Wunder, waren sie doch gerade mit Staffel-Silber dekoriert worden!
Schier aus dem Häuschen waren im gleichen Jahr und an gleicher Stätte die Illinger Johannes Schulz, Uwe Kiewel und Alessandro Polizzi (Foto 2). Der Grund: Sprint-Olympiasieger und Weltrekordler Donovan Bailey gewährte ihnen beim Pfingstsportfest eine Audienz. Die drei, amtierende Landesmeister in der 3x1000m-Staffel, hatten erfolgreich beim 1000m-Lauf der M15 mitgemacht. Johannes gewann den international besetzten Lauf in glänzenden 2:43,57 min, was ihm ein dickes Lob des Olympiasiegers einbrachte. Gefordert war an diesem Tag auch Wolfgang Weber: Coach, Dolmetscher, Fotograf. An das Stadion in Rehlingen hat Weber beste Erinnerungen. Hier lief er neun seiner 12 Seniorenrekorde, 1988 auch den über die 1000 Meter. Seine 2:41,60 Minuten,  gelaufen mit 48 Jahren,  waren über Jahrzehnte die saarländische Bestmarke in der M 45.

Silber-Staffel mit (von links) Claudia Backes, Rosel Resch, Margit Ernwein und Gabi Steuer

Bestens gelaunt:  Johannes Schulz, Uwe Kiewel, Alessandro Polizzi, zusammen mit Olympiasieger und Weltrekordler Donovan Bailey

Unten links das meisterliche TVI-Trio; mit der angegebenen Zeit rangierte die Staffel auf Platz 6 im DLV.
Rechts ihr Trainer, der mit gutem Beispiel voranging, besser: voraneilte – ein Foto von seinem 1000m-Rekordlauf in Rehlingen 1988.

Geschrieben von wolfiweber

15. Januar 2021 um 15:31

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50-jähriges Jubiläum der LG Saar 70

50 Jahre – ein runder Geburtstag, den man feiern sollte. Wäre da nicht Corona! Die Jubilarin heißt LG Saar 70. Sie ist die älteste ohne Unterbrechung existierende LG des Saarlandes. In ihr starten die Leichtathleten von fünf  mitgliedsstarken Turnvereinen des Kreises Neunkirchen: TV Illingen, TG Landsweiler-Reden, TV Ottweiler, TV Wemmetsweiler und TuS Wiebelskirchen. Man blickt auf eine ruhmreiche Zeit zurück. In der Gesamtwertung stand die LG Saar 70 genau zehnmal auf Platz 1 des Saarländischen Leichtathletikbundes.
Die Gemeinschaft brachte zahlreiche Topathleten hervor. Einige sollen genannt werden. Ganz vorne Christoph Sahner aus der Werferschule des TV Wemmetsweiler. Christoph war im Hammerwurf  Junioren-Europameister, nahm regelmäßig an Europa- und Weltmeisterschaften teil, startete in Los Angeles und Seoul bei den Olympischen Spielen. 1981 warf er mit 78,96 Metern deutschen Jugendrekord, dann bei den Männern 1985 im Trikot des TV Wattenscheid mit 81,56 Metern deutschen Rekord. Herausragend auch Uwe Eisenbeis vom TuS Wiebelskirchen. Er wurde 1992 in Mönchengladbach in 10,83 Sekunden über 100 Meter Deutscher Meister der Jugend B, ein Jahr später in Dortmund in 10,66 Sekunden Deutscher Vizemeister der Jugend A. Bei der Junioren-Europameisterschaft verfehlte er in San Sebastian mit der deutschen Sprintstaffel nur knapp Bronze. Lange hielt Uwe mit 10,35 Sekunden den saarländischen 100m-Rekord, auch den über 4 x 100m mit der Staffel des LC Rehlingen.
Louisa Grauvogel vom TV Ottweiler ist die Vorzeige-Athletin der LG Saar 70. Hier einige ihrer Erfolge: Im Siebenkampf 2013  Bronze-Medaille bei der U18-Weltmeisterschaft in Donezk; 2014 Fünfte der U20-Weltmeisterschaft im amerikanischen Eugene; 2015 Bronze bei der U20-Europameisterschaft im schwedischen Eskilstuna. Als Stipendiatin der Universität von Georgia konnte Louisa 2017 ihren eigenen Saarlandrekord der Frauen im Hallenfünfkampf von 3860 Punkten auf glänzende 4187 Punkte steigern. Im gleichen Jahr wurde sie in Leverkusen Deutsche Meisterin der U23 über 100 Meter Hürden. In dieser Disziplin hält Louisa mit starken 12,95 Sekunden den Landesrekord. Ihre Bestmarke im 7-Kampf schraubte Louisa 2018 auf 6162 Punkte, nur sie schaffte hierzulande den Sprung über die magische Marke von 6000 Punkten.
Die LG Saar 70 ist eine Leichtathletik-Gemeinschaft, basierend auf fünf Turnvereinen. Einige Sportler und Sportlerinnen sind ihren turnerischen Wurzeln treu geblieben, glänzten dank ihrer Vielseitigkeit sowohl in der Leichtathletik als auch im Turnen. Zwei ragen heraus: Lars Schwindling vom TV Illingen und Kartrin Hoppstädter vom TuS Wiebelskirchen. Lars gewann mehrmals Medaillen im vom Deutschen Turnerbund ausgetragenen Gemischten 6-Kampf. Der besteht aus 100m-Lauf, Kugelstoß und Weitsprung und den turnerischen Disziplinen Bodenturnen, Barren und Reck.  2010 war Lars der gefeierte Bundessieger. Bei Katrin kommt im Jahn-Sechskampf zur Leichtathletik und dem Turnen noch Schwimmen und Kunstspringen hinzu. In diesem anspruchsvollen Wettbewerb hat Katrin Sportgeschichte geschrieben:  Ab 1989 stand sie sage und schreibe zehnmal auf dem obersten Treppchen!  
Viele halten der LG ein Leben lang die Treue, bleiben jahrzehntelang sportlich aktiv. Gerade die LG-Oldies sind eine Macht. Bei den Landesmeisterschaften sind sie Stammgast auf dem Siegertreppchen, können sich auch auf Bundesebene sehen lassen. Das Foto ganz unten zeigt die LG-Teilnehmer bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft 1988 in Oldenburg. Nur vier Vorsitzende hatte die LG in ihrer 50-jährigen Geschichte. Auf den unvergessenen Fredo Forst folgten Heinz Faller, Wolfgang Weber und Jürgen Müller. Drei von ihnen sieht man auf dem Foto: links Müller, daneben Weber und Faller, ganz rechts Gerhard Ernwein. In der M45 wurde Müller Fünfter im Stabhochsprung, Weber mit Landesrekord in 4:18,71 Minuten Sechster über 1500m. Die Sprintstaffel mit Winfried Dauster (als Fotograf nicht auf dem Foto), Ernwein, Müller und Faller erkämpfte den achten Platz.

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Louisa Grauvogel, Vorzeigeathletin der LG Saar 70
LG-Oldies in Oldenburg: Müller, Weber, Faller, Ernwein

Geschrieben von wolfiweber

17. Dezember 2020 um 17:09

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Die TVI-Crossies lassen sich nicht entmutigen

Der Sport hat es schwer in Zeiten von Corona. Ein Wust von Vorschriften ist zu beachten – beschränkte Zuschauerzahlen, Mindestabstand, kontaktfreie Durchführung, konsequente Einhaltung von Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, eingeschränkte Nutzung der Umkleide- und der Nassbereiche, um nur einiges zu nennen.
Aber es gibt auch Sportler, die es in diesen tristen Zeiten leichter haben. Zu ihnen gehören die TVI-Crossies. Sie treffen sich regelmäßig in ihrem Lieblingsrevier, dem Hosterwald. Tempoläufe, fetzige Staffeln, Zielwerfen stehen auf dem Programm. Das alles in frischer Luft, in malerisch gefärbter Umgebung.  Ein wahres Paradies, wenn dazu noch die Sonne scheint! Corona ist dann weit weg. Aber nah sind die Erinnerungen an die gemeinsamen erfolgreichen Auftritte: der letzte Winter mit den Top-Platzierungen bei den Cross-Events in Schmelz und in Lebach, beim Benin-Lauf in Hirzweiler und beim Gutsweiher-Lauf in Haus Furpach.
Aber nicht nur auf Waldboden und Asphalt sind die Crossies spitze, sie können’s auch auf der Tartanbahn: Kim Lambert und Céline Krämer zählten vor sechs Wochen über die 800 Meter im Breitwies-Stadion in Püttlingen zu den Besten, Tamino Gebert war mit seinen 2:44,5 Minuten sogar ganz nah am Kreisrekord der U12. 
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden, Corona zum Trotz, bald wieder Crossläufe ausgerichtet. Dann wollen die TVI-Crossies, ihr Name sagt es, in „ihrer“ Spezialdisziplin wie letztes Jahr für Furore sorgen.
Und, nicht zu vergessen: Die virtuellen Läufe bei Lauf-weiter.de, einer bundesweiten Lauf-Initiative, sind immer noch eine Option. Vor dem letzten Sonntagstraining im Wald hat Leonard am frühen Morgen quasi als Frühsport die 5 Kilometer abgespult. In der U10 war bei der Sonntags-Challenge diesmal wenig los, was Leonards Leistung aber nicht schmälern soll: In starken 26:11 Minuten landete er auf dem obersten Treppchen.

Die Ersten kommen ins Ziel, Kim und Lars vorweg
Scharfschütze Leonard, von Céline genau beobachtet. Kim macht sich derweil fein für ihren Auftrittneulich hat sie mit 5 von 6 möglichen Treffern gewonnen!

Geschrieben von wolfiweber

8. November 2020 um 20:22

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Weite Würfe in St. Wendel, schnelle Läufe in Püttlingen

Der Sport leidet unter Corona. Beim Versuch einer Rückkehr zur Normalität wurden nun auch in der Leichtathletik unter strengen Auflagen Meisterschaften durchgeführt, in St. Wendel und in Püttlingen. In St. Wendel starteten bei den Aktiven Thorsten Schlör und Matthias Schikofsky, zwei Speerwerfer des TV Illingen. Thorsten wurde mit 54,35 Metern Vierter, Matthias schaffte mit 56,02 Metern als Dritter sogar den Sprung aufs Siegertreppchen. Da werden Erinnerungen wach: Thorsten, mittlerweile zu den Senioren M30 gehörend, war 2014 Speerwurf-Landesmeister, Matthias holte 2017 den Titel in der U20.
Im Stadion Breitwies in Püttlingen waren die LSG 98 Köllertal/TV Püttlingen Ausrichter eines weiteren Teils der Landesmeisterschaften. Die rührigen Gastgeber boten in den Rahmenwettbewerben auch etwas für den Nachwuchs, einen Dreikampf und den 800 Meter-Lauf. Der starke Andrang zeigte, wie sehr die Kids auf dieses Event gewartet hatten – rund dreißig hatten für die 800 Meter der W10 gemeldet! Unter ihnen war auch Céline Krämer, Stütze der TVI-Crossies, noch zur W9 gehörend. Céline war gut vorbereitet. Die Crossies hatten auf Grund von Corona individuelle Trainingspläne, auch nutzten sie die Quarantäne-Initiative „Lauf-weiter.de“.  Dort kämpften sie fast jedes Wochenende bundesweit gegen virtuelle Gegner, waren regelmäßig unter den Besten. 
Zur Vorbereitung der 800 Meter in Püttlingen beschränkte man sich nicht aufs Training im Lieblingsrevier Hosterwald, es ging auch mehrmals auf die Rundbahn im Illinger Stadion. Das hat sich gelohnt!
Zurück zu Céline.  Sie durfte in Püttlingen hochstarten und konnte mit der älteren Konkurrenz prima mithalten: Platz 3 ihres Jahrgangs 2011, Platz 10 im Dreißigerfeld in starken 3:11,33 Minuten.
In bester Lauflaune präsentierten sich auch Kim Lambert und Tamino Gebert, zur W11 bzw. M11 gehörend. Kim, deren Stärken die längeren Distanzen sind, die bei 2 km-Schülerläufen Stammgast auf dem Siegertreppchen ist, wurde über die für sie zu kurzen 800 Meter immerhin Vierte in guten 3:00,30 Minuten, nur 6 Sekunden hinter der Siegerin Mia Salomon vom ATSV Saarbrücken.
Der Coup des Tages glückte Tamino. „Heute gewinne ich“, verkündete Tamino keck gegenüber seinem verdutzten Vater Christoph. Dem hehren Wort folgte die Tat: Tamino lief von der Spitze weg, hatte nach Runde 1 zehn Meter Vorsprung, die er auf 30 Meter ausbaute. Seine Siegerzeit: glänzende 2:44,5 Minuten! In der M11 schaffte das in den letzten Jahren kein Läufer des Leichtathletik-Doppelkreises Neunkirchen/St. Wendel, nicht einmal in der M12 und in der M13. Knappe 3 Sekunden trennen Tamino vom Kreisrekord. Klar, dass der Taminos nächstes Ziel ist!

Stark mit dem Speer: Thorsten Schlör (links) und Matthias Schikofsky
Was für ein Andrang! 30 Mädchen W10, mittendrin Céline.
Céline, ganz links, kurz vor dem Ziel
Kim, beim Start die Zweite von rechts
Tamino führt nach Runde 1, baut seinen Vorsprung auf 30 Meter aus

Geschrieben von wolfiweber

20. September 2020 um 16:39

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Buntes Treiben in der Kita

Corona macht uns zu schaffen, überall. Es fehlt nicht an Versuchen, Schritt für Schritt zu der Normalität zurück zu kehren, wie sie vor Corona herrschte. Neben den Schulen öffneten nun auch die Kindergärten wieder ihre Pforten.
Was europaweit zahlreiche Studien belegen:  Nirgendwo im Bildungsbereich wirkt sich staatliche Unterstützung stärker aus als in der frühen Kindheit. Wer schon in der Kita gefördert wird, hat insbesondere einen besseren Start in der Schule.
Auch hierzulande hat man verstanden, dass den Kleinsten die größte Aufmerksamkeit gebührt. Während der ersten Lebensjahre entwickeln sich die Kinder sehr rasch. Sie sind neugierig und kreativ. In den Kitas entscheidet sich die Zukunft unseres Landes! Aus dieser Erkenntnis heraus entstand das Gute-KiTa-Gesetz, mit dem der Bund die Länder dabei unterstützt, die Kita-Qualität zu verbessern.
Es fehlt nicht an guten Ideen und am Bemühen, sie zu realisieren. Zu nennen ist hier das vielseits gelobte Projekt „Kindergarten Kids in Bewegung“, eine Initiative des Landessportverbandes für das Saarland und des saarländischen Bildungsministeriums. Mehr als hundertmal haben  Sportvereine und Kindergärten bisher das finanziell großzügig geförderte Angebot angenommen, unter ihnen auch der TV Illingen und die Kita Hirzweiler/Welschbach. Weil die Kids mit Feuereifer dabei sind, geht die erfolgreiche Zusammenarbeit nun ins dritte Jahr.
Mit jeweils einem guten Dutzend Kids zwischen 3 und 6 hat es Wolfgang Weber, Übungsleiter des TVI, in seinen wöchentlichen Übungsstunden in der Kita Hirzweiler/Welschbach zu tun. Unterstützt wird er immer von einer Fachkraft der Kita – optimale Arbeitsbedingungen, die allen Beteiligten viel Spaß machen, wie die folgenden Fotos zeigen.

Der Starlight Express ist unterwegs
Mit Power durch den Slalom-Parcours

Geschrieben von wolfiweber

3. September 2020 um 17:01

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Es geht wieder los!

Endlich ist es so weit: Schulen und Kindergärten öffnen wieder ihre Pforten, genau so die Vereine. Auch der TV Illingen nimmt seinen Trainingsbetrieb wieder auf, unter strengen Corona-Auflagen. Hier das Wichtigste: Die Umkleideräume werden nicht genutzt, alle erscheinen in Sportbekleidung. Die Übungsleiter sorgen für Desinfektionsmittel und Seife, achten auf deren sachkundige Anwendung. Körperkontakte werden vermieden. Beim Bewegungstraining sind solche Übungen tabu, die in der Regel eine Hilfestellung erfordern, etwa Klettern an der Strickleiter, Hochziehen an der schrägen Langbank, Klimmzüge, Rollen rückwärts. Nur in akuten Gefahrensituationen greifen die Übungsleiter ein.  Beim Eltern-Kind-Turnen übernehmen die das Kind begleitenden Angehörigen die Hilfestellung.
Natürlich ist man durch die zu beachtenden Regeln weit vom „Normalbetrieb“ entfernt. Aber die Corona-Übungsstunden sind besser als nichts! Wir wissen, wie es ums Bewegungsvermögen unserer Kinder steht. Schon vor Corona wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass einmal Training pro Woche im Verein oder in der Kita entschieden zu wenig ist –  tägliche Bewegung ist angesagt! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert eine Bewegungsstunde am Tag für die Kids, das sei unabdingbar für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit. Traurig: Gerade in Deutschland sieht es hier trübe aus, wir sind europäisches Schlusslicht – nicht einmal 15 % unserer Kinder erfüllen die Forderung der WHO.
Auch wenn die Beteiligung in der ersten Übungsstunde nach den Ferien bescheiden war: Allen, die gekommen waren, sah man die Freude an, endlich wieder mit den vertrauten Mitgliedern der Gruppe und ihren Übungsleitern loslegen zu dürfen. Mit Begeisterung wurde gerannt, gehüpft, balanciert, geworfen, gespielt. Unten einige Fotos vom Eltern-Kind-Turnen und vom parallel stattfindenden Bewegungstraining.

Das Eltern-Kind-Turnen findet nacheinander in 2 Gruppen statt; hier ein Foto von Gruppe 2
Werfen im Bewegungstraining: hier mit Mini-Torpedos …
… und hier mit Loopies
Ab geht die Post: Lauf über die Mini-Hürden

Geschrieben von wolfiweber

20. August 2020 um 09:17

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