Einladung zum sonntäglichen Cross-Training

Patriz Ilg war in den Achtzigern im 3000 Meter-Hindernislauf genau achtmal Deutscher Meister, 1982 war er Europameister. Auf die Frage, wo er am liebsten trainiert, antwortete er: „Auf meiner Achterbahn im Wald!“
Der Leichtathletiknachwuchs des TV Illingen hat diese wunderbare Sportstätte ebenfalls entdeckt. Auf der „Weberschleife“ nahe dem Bauernhof von Helgo Weber („Waldhof“) trifft man sich jeden Sonntag um 11 Uhr. Trainiert wird bis 12 Uhr. Das Programm ist bunt: Dauerlauf, fetzige Staffeln, auch Zielwerfen steht auf dem Programm. Die Eltern sind nicht nur Chauffeure, sie sind selbst aktiv. Die einen sind Trainingsassistenten, die anderen joggen oder machen Walking.
Viele Jahre war der TV Illingen Hochburg im Mittel- und Langstreckenlauf, Crosslauf inklusive. Es hagelte im Trikot der LG Saar 70 Einzel- und Mannschaftstitel. Mehrfach rangierten Hochkaräter des TVI unter den Top Ten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, schafften es bei Süddeutschen Meisterschaften aufs Siegerpodest.
Trainer Wolfgang Weber, in den Achtzigern und Neunzigern mit zahlreichen Landesrekorden selbst Dauergast auf dem obersten Siegertreppchen, will mit dem TVI-Nachwuchs an die alten Glanzzeiten anknüpfen. Die Chancen sind gegeben: Talente wie Kim Lambert, Tamino Gebert und Klara Fries schafften bei ihren letzten Auftritten immer den Sprung aufs Siegerpodest. Kim wurde jüngst eine große Ehre zuteil: Die IGL, das ist die „Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer“, schickte ihr eine Einladung zum Nachwuchscup Anfang Dezember in Melsungen. Unter bundesweit mehr als 20 Tausend Teilnehmern hat sich Kim durch herausragende Leistungen für das große Finale in der mittelalterlichen Kleinstadt südlich von Kassel qualifiziert.
In bester Erinnerung ist Paul Honeckers Auftritt in Melsungen im Jahr 2013. Paul wurde in der U16 über 5000 Meter Zweiter, erhielt die IGL-Ausdauersport-Medaille in Gold.

CrossHosterwald            CROSS_NOV19A

Links:    Rückblick aufs Cross-Training der U16 und U18 im Jahr 2014

Rechts:  Training heute – mit Speed und Spaß Richtung erfolgreiche 
             Zukunft:  Klara (ganz links), Kim und Tamino. Mama Agnes im
             Hintergrund.  Optimieren der Fotos durch Anklicken!

Geschrieben von wolfiweber

15. November 2019 um 17:43

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Was aus dem Patriotismus der Turner geworden ist

Jahn
„Turnvater“ Jahn (links sein Bild)  war Patriot durch und durch. Auf seinem Turnplatz, der Hasenheide in Berlin, ließ er immer auch den „kleinen Krieg“ üben mit Patrouillen und Überfällen. Er wollte seine Zöglinge fit machen für den Kampf gegen Napoleon und die Franzosen.
Doch was ist aus dem gesunden Patriotismus, dem positiven Nationalbewusstsein der Turner geworden? Die Nationalsozialisten verkehrten es auf gespenstische Weise, was die Chronik des TV Illingen anschaulich dokumentiert. Hass und Rassismus zeigten ihre hässliche Fratze, führten schnell zur Katastrophe: Am 10. November 1938 brannte in Illingen die Synagoge, Juden wurden aus ihren Häusern gezerrt, beleidigt, misshandelt und mit Lastwagen nach Saarbrücken ins Gefängnis Lerchenflur transportiert, von dort in die Konzentrationslager.

Die Geschichte des Rassismus lässt sich verfolgen. Sie ist eng verknüpft mit der Stadt Jena, genauer: mit der Universität dieser Stadt. Hier lehrte Mitte des 19. Jahrhunderts Professor Ernst Haeckel, genannt „der deutsche Darwin“. Doch im Gegensatz zu Darwin, der die fließenden Übergänge und Zwischenformen betonte, dachte Haeckel kategorial. Er klassifizierte in einem als Wissenschaft getarnten Willkürakt zwölf unterschiedliche „Menschenrassen“: ganz unten die Papua aus Neuguinea und die Hottentotten Südafrikas, ganz oben die Indogermanen (Arier). Haeckel war vom angesehenen Wissenschaftler zum Ideologen mutiert.
Gymnasiallehrer Hans Günther („Rassengünther“) wandelte auf Haeckels Spuren, wurde zum Urheber der nationalsozialistischen Rassenideologie. Hitler dankte es ihm 1930 durch die Ernennung zum Professor der Uni Jena. In Günthers Antrittsvorlesung „Rassenkunde des deutschen Volkes“ waren neben Hitler auch Göring und Heß vor Ort – es war in Hitlers Leben sein einziger Uni-Besuch.
Ebenfalls in Jena, gerade vor zwei Monaten, am 10.09.2019, veröffentlichte eine internationale Schar renommierter Zoologen, Evolutionsforscher und Genetiker die „Jenaer Erklärung“. Ihr Fazit: Rassen gibt es nicht! Natürlich unterscheiden sich Menschengruppen bezüglich ihrer Hautfarbe, ihrer Augen- oder Körperform, was bekanntlich weltweit zu grausamster Verfolgung, zu Versklavung und Ermordung von Millionen Menschen geführt hat. In der menschlichen DNA, die in ihren 3,2 Milliarden Sequenzen komplett erfasst ist, findet sich kein einziges signifikantes Merkmal, das z. B. Afrikaner von Nichtafrikanern unterscheidet. Ein Saarländer kann sich genetisch mehr von einem anderen Saarländer unterscheiden als von einem nordafrikanischen Migranten. Mit der „Jenaer Erklärung“ rufen die Verfasser dazu auf, den Ausdruck „Rasse“ nicht länger zu verwenden und sich gegen rassistische Diskriminierung einzusetzen.
Finnland, Schweden, Österreich und Frankreich haben das Wort „Rasse“ in ihren Verfassungen bereits gestrichen. Wir noch nicht: In Artikel 3 unseres Grundgesetzes heißt es unter anderem, dass niemand wegen seiner Rasse benachteiligt oder bevorzugt werden darf.
Die Väter der „Jenaer Erklärung“ sind sich einig: Eine Streichung des Wortes Rasse aus dem öffentlichen Sprachgebrauch wird Rassismus leider nicht verhindern.

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Nach der Kristallnacht: ausgebrannte Synagoge in Illingen

Geschrieben von wolfiweber

13. November 2019 um 15:01

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HEIL HITLER statt GUT HEIL – eine Nachbetrachtung

Die Nationalsozialisten zogen alle Register, um die Turner für ihre Zwecke zu gewinnen. Der Vereinsvorsitzende hieß ab 1933 „Vereinsführer“, der Turnergruß „Gut Heil“ wurde ersetzt durch „Heil Hitler“. Ohne NotLATEINGASSE_1935 trennte man sich von seinen jüdischen und seinen sozialistischen Mitgliedern.
Die Sitzungsprotokolle der Turnvereine sind ein Spiegel der Nazifizierung. Die kritiklose Akzeptanz des Geschehens ist aus heutiger Sicht nicht zu verstehen. Stellenweise hatten die Protokolle geradezu den Charakter von Nazipropaganda. So heißt es am 27.1.1935 im Jahresbericht des “Vereinsführers” des TV Illingen, dass einige Mitglieder, die mit der neuen Richtung nicht einverstanden waren, den Verein verlassen hätten – nicht schlimm, denn „dieser Verlust wurde durch zahlreiche Neueintritte ausgeglichen”. Die Katastrophe kam bekanntlich schnell: Bereits 3 Jahre später, im November 1938, brannte in der Kristallnacht in Illingen die Synagoge, wurden Juden aus ihren Häusern gezerrt, misshandelt und abtransportiert.
Kein Wunder, dass die Protokolle der Vereine (nicht nur die der Turnvereine!) nach dem Krieg im Rahmen der Entnazifizierung allerorts verschwanden, niemand wollte Ärger mit den Siegermächten. Die Protokolle des TV Illingen/TV Gennweiler überlebten, auch die des TV Hüttigweiler. Letztere sind eine große Ausnahme, denn dort findet sich Kritik am rigorosen Vorgehen der neuen Machthaber. In der lesenswerten Chronik des TV Hüttigweiler steht folgendes Zitat aus der Rede eines Vereinsvorsitzenden anlässlich eines Familienabends im Herbst 1935: „Den Namen Turnverein hat man uns genommen, jetzt heißen wir leider „Verein für Leibesübungen“, aber im Herzen sind und bleiben wir Turner“. Welcher Mut musste zu einer solchen Äußerung gehören, wo doch die neuen Machthaber selbst die geringste Kritik rabiat ahndeten! Recherchen des ehemaligen Hüttigweiler Ortsvorstehers Walter Schreiner haben ergeben, dass der besagte Vereinsvorsitzende mit hoher Wahrscheinlichkeit Nikolaus Zimmer war. Fest steht, dass der Vorstand des TV Hüttigweiler geschlossen zurücktrat.
Wir sollten uns an die verhängnisvolle Entwicklung der Dreißigerjahre erinnern. Es ist bedrückend, dass der Rassismus wieder seine Fratze zeigt: der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die Morde in Halle, die Ankündigung des saarländischen AfD-Vorsitzenden, dass ein „Feuersturm“ durchs Land ziehen wird, all das müsste aufrütteln.
Bild oben: die Illinger Lateingasse am 15. Januar 1935 bei der Saarabstimmung

Geschrieben von wolfiweber

3. November 2019 um 10:24

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Laufen für einen guten Zweck

Groß und KKLARA_FRIESlein rücken an, um im Hirzweiler Benefiz-Lauf die AG Benin zu unterstützen. Gegründet wurde diese AG 2004, um Kindern in Benin eine fundierte Schulbildung zu ermöglichen. Involviert in das Projekt sind die Aktion Palca, der Gewerbeverein Uchtelfangen, der Arbeiter-Samariter-Bund, die katholische Kirchengemeinde St. Josef Uchtelfangen und das THW Illingen.
Vorige Woche hatten wir ausführlich über den Bambini-Lauf berichtet, nun einiges zum Abschneiden der TVI-Akteure in den übrigen Läufen.
Erfreulich war der Auftritt des TVI-Nachwuchses im 2 km-Schülerlauf. Nach 8 Minuten und 31 Sekunden überquerte Stefan Lermen die Ziellinie, nur eine Sekunde hinter Gesamtsieger Gabriel Biehler. Stefan kürte sich damit zum Sieger der U16, nutzte den 2 km-Schülerlauf aber eigentlich nur, um sich für den 10 km-Lauf warm zu machen. Dort wurde er in 51:59 Minuten Dritter der U18. Eine halbe Minute schneller waren über die 10 Kilometer Triathletin Svenja Recktenwald und ihr Freund, der TVI-Basketballer Laurin Piechotta.  Einträchtig überquerten beide nach 51:24 Minuten die Ziellinie, Svenja als Erste der WJ U20, Laurin als Zweiter der MJ U20.

Zurück zum 2 km-Schülerlauf. Tamino Gebert ist  im Wasser zu Hause und auf dem Land: Er ist sowohl versierter Rettungsschwimmer der DLRG als auch passionierter Läufer des TVI. Beim Benin-Lauf war Tamino in 8:46 Minuten Drittschnellster des gesamten Feldes, außerdem Zweitschnellster der U12. Ihm direkt  auf den Fersen TVI-Überfliegerin Kim Lambert, ein sportliches Multitalent mit besonderer Liebe zum Mittel- und Langstreckenlauf. Kim, als  Siegerin der U12 schnellstes Mädchen überhaupt, ließ Läuferinnen und Läufer hinter sich, die 5 Jahre älter sind als sie. Zu diesen gehörte Caya  Reichhart, die allerdings mangels altersgleicher Konkurrenz Siegerin der U16 wurde. Halb so alt wie Caya, aber eine Minute schneller war TVI-Hoffnung Klara Fries. Oben ein Foto der stolzen Klara mit Medaille und Siegerurkunde.  In 10:59 Minuten wurde Klara Zweite der U8, hinter der wieselflinken Frida Denzer, die für die Grundschule An der Ill startete. Eine Erwähnung verdient haben auch Marvin Bachmann, Dritter der U12, und Maxim Bach, Vierter in der gleichen Altersklasse. 

START_SCHÜLER

Start der Schüler und Schülerinnen

 

KIM

                                     Tamino_Kim

 

 

 

  Tamino kurz vor dem Ziel, hinter ihm Kim

SIEGEREHRUNG_SCHÜLER

Siegerehrung Schülerlauf durch MDB Christian Petry

Geschrieben von wolfiweber

25. Oktober 2019 um 07:41

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Abenteuer Bambini-Lauf

Laufen für Benin, laufen für einen guten Zweck – rund zweihundertvierzig waren es diesmal, die der Aufforderung nachkamen und in Hirzweiler beim Benin-Benefiz-Lauf antraten. Die äußeren Bedingungen waren nicht die besten: der Himmel grau, die Temperatur niedrig, böiger Wind und viele Familien noch auf Urlaubsreise. Beim Bambini-Lauf, beim 2km-Schülerlauf und beim 5 km Jedermann-Lauf gab’s zum Glück keinen Regen, erst beim 10 Kilometer-Hauptlauf nieselte es ein bisschen. Viel Lob heimste die LLG Wustweiler ein, die einmal mehr das Event professionell vorbereitete und mustergültig über die Bühne brachte.
Hoch her ging’s an der Hirzweiler Dorfwaldhalle schon beim Lauf der Bambini, mittendrin eine muntere Meute Minis der Kita Hirzweiler/Welschbach, zwei Dutzend Kids. Für fast alle war es der erste Wettkampf dieser Art – 500 Meter nur, aber für Vier- und Fünfjährige ein echtes Abenteuer. Entsprechend groß war die Aufregung. Da halfen die beruhigenden und aufmunternden Worte von Papa und Mama, auch Oma und Opa waren gefragt. Als Betreuer waren auch Margit Ernwein und Wolfgang Weber vor Ort, zwei Übungsleiter des TV Illingen. Der TVI und die Kita Hirzweiler/Welschbach sind bekanntlich Partner im Projekt  „Kindergarten Kids in Bewegung“, einer Initiative des Landessportverbandes für das Saarland und des saarländischen Bildungsministeriums.
Wie der Anhang der Kids jubeln auch die TVI-Übungsleiter, wenn ihre Schützlinge freudestrahlend die Ziellinie überqueren, wenn sie stolz ihre Medaillen und Urkunden präsentieren. Und sie freuen sich darüber, wenn Eltern und Großeltern es würdigen, dass ein Heer von Großen sich ins Zeug legt, um ihren Kleinen einen Glücksmoment zu bescheren. Nicht selten weckt ja ein solcher Moment die Liebe zum Dauerlauf, der zum lebenslangen Glücksspender werden kann.
Generell geht es darum, Kindern die Freude am Bewegen zu vermitteln. Margit Ernwein und Wolfgang Weber sind sich einig: “Wir können uns noch so anstrengen, ohne die Hilfe der Eltern läuft nichts!“ Die Rolle der Eltern sollte sich aber nicht nur auf den Transport ihrer Kinder beschränken, aufs Animieren, aufs Kurieren körperlicher und seelischer Blessuren – wichtig ist, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen: Wenn Eltern selbst Sport treiben, wird das auch für ihren Nachwuchs zur Normalität. Eine traurige Tatsache ist nun mal, dass in Deutschland nur noch etwa jeder vierte Junge und jedes sechste Mädchen das Bewegungspensum von einer Stunde täglich erreicht, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit empfohlen wird.
BAMB_START

Ab geht die Post: die Bambini kurz nach dem Start

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So sehen Sieger aus: Paul und Merle


CARA1     JONAH  
    Merle                Cara   Lehnja                                    Jonah          

Geschrieben von wolfiweber

20. Oktober 2019 um 11:31

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Unitybowl mit Podiumsplatzierung der White Terriers

Die Flag Footballer mit dem klangvollen Namen WHITE TERRIERS SAAR haben bekanntlich beim TV Illingen Unterschlupf gefunden. Über ihren gelungenen Coup bei der „Weck, Worscht un Woi Bowl“ in Mainz hatten wir ausführlich berichtet. Dort belegten die Terriers mit nur 7 Spielern einen nie für möglich gehaltenen 5. Platz.
Wozu sie in Normalbesetzung fähig sind, zeigten sie nun beim ersten Unitybowl der Trierer Biber. Bei diesem Turnier, ausgerichtet zum Tag der Deutschen Einheit, erkämpften die White Terriers einen hervorragenden 3. Platz. „Im ersten Spiel verloren wir 12:25, hatten gegen den späteren Turniersieger Mainz Legionaries keine Chance“, gibt Coach Andre Becker zu. „Aber dann legten wir los: 33:14 gegen die Wiesbaden Dragonflys, anschließend 34:13 gegen die Merzig Mustangs!“
Das Halbfinale bescherte den Terriers die Trierer Biber. „Unsere Defense war gegen den an diesem Tag bärenstarken Gastgeber schlichtweg überfordert“, gesteht Andre. „Die Biber zogen mit einem 27:12 ins Finale ein, wir ins Spiel um Platz 3 gegen die Wiesbaden Phantoms Allstars. Wir nutzten unsere Chance, spielten kontrolliert und souverän!" Der Lohn: ein überzeugendes 27:13, die erste Podiumsplatzierung! 
Ein solcher Erfolg macht Lust auf mehr:  Bereits am 12. Oktober geht’s zur offenen Deutschen Flag Football-Meisterschaft nach Kelkheim, zusammen mit den Trierer Bibern. Zu denen unterhält man freundschaftliche Beziehungen, trainiert häufig zusammen. Apropos Training: das findet in der kühlen Jahreszeit nicht mehr auf dem Illinger Sportplatz statt, sondern ab dem 13. Oktober in der Sporthalle am Gymnasium. Eine herzliche Einladung ergeht an alle, die mal in Flag Football reinschnuppern wollen, in die kontaktärmere Variante des American Football.

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Die White Terriers freuen sich über Platz 3

Geschrieben von wolfiweber

6. Oktober 2019 um 16:59

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Erst feiern, dann fighten

Warmes Wetter, strahlender Sonnenschein, beste Bedingungen also für die dieses Jahr wohl letzte Veranstaltung im Ottweiler Stadion „Am alten Weiher“. Mit dabei beim „Heimspiel“ auch eine kleine Truppe der Illinger Leichtathleten, die ordentlich hinlangten und mit persönlichen Bestleistungen glänzten.
Kim Lambert, W10, Hoffnungsträgerin des TV Illingen, Spezialistin für längere Distanzen, zeigte einmal mehr ihre Vielseitigkeit: Platz 1 im Schlagballwurf mit 26 Metern, Platz 4 im Weitsprung, Platz 5 im 50m-Lauf mit 8,70 Sekunden. Stark auch Steven Mattheis, M11. Im Weitsprung steigerte er sich auf 3,82 Meter, landete auf Platz 3, genauso wie im 50 Meter-Lauf. Stevens 33,50 Meter im Ballwurf (persönliche Bestleistung) bedeuteten Platz 4. Weniger weit, nämlich 27,50 Meter, warf Maximilian Weber, M12. Aber auch das ist persönliche Bestleistung, über die sich Max genauso freut wie über den 2. Platz in seiner Lieblingsdisziplin, dem 50 Meter-Sprint. Sören Gerard, M15, verpasste über die 100m als Dritter nur knapp seine Bestzeit.
Offizieller Titel der Ottweiler Veranstaltung war „Nachwuchssportfest“. Vor Ort waren aber auch die „Großen“, die in Wurfdisziplinen und im Dreisprung gegeneinander antraten. Zum Highlight wurden die 4×400 Meter-Staffeln. Hier stellte die LG Saar 70 in den verschiedenen Seniorenklassen vier Männer- und eine Frauenstaffel. Im Quartett der M40 lief neben Athleten vom TV Ottweiler und vom TuS Wiebelskirchen auch Michael Christ mit, der TVI-Vorsitzende. Der erinnert sich noch gerne an seinen Auftritt in der deutschen 4×400 Meter-Staffel, die vor vier Jahren bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Lyon in hervorragenden 3:39,71 Minuten mit Platz 5 Edelmetall knapp verfehlte.
So schnell wie damals in Lyon war Michael diesmal nicht. Das hat einen einfachen Grund: Am Vortag feierten die Leichtathleten des TVI ihr Sommerfest. Man traf sich in der herrlichen Freizeitanlage von Dirk und Anja Broschardt, deren Mittelpunkt eine kreisrunde Datscha ist, die ihre Herkunft nicht verleugnen kann: Sie war mal ein Futtersilo fürs liebe Vieh! Der Bestimmung als Futterhort ist der Ex-Silo treu geblieben, nur beherbergte er diesmal kühle Getränke, leckeren Kuchen, köstliche Salate, zu denen es wahlweise dank Grillmeister Reiner saftigen Schwenker gab oder Würstchen in verschiedenen Farben. Die Jugend baute die Kalorien gleich wieder ab beim Volleyball oder Sacklochspiel, die Oldies saßen beisammen und fachsimpelten. Die Rede war auch vom Ottweiler Sportfest am kommenden Tag, wo der TVI mit breitem Aufgebot antreten wollte. Aktivität war angesagt in drei Kategorien: als aktive Teilnehmer – Namen siehe oben; als Betreuer: Margit Ernwein, Werner Liedtke, Willi Sahner; last but not least als Kampfrichter: Thorsten Schlör, David Naumann und Marcel Herber.
Alle sahen dem Event mit Freude entgegen, auch die Kampfrichter. Die sind in der Leichtathletik durchweg geschätzt und geachtet, im Fußball offenbar nicht. Dort gab’s nach Beleidigungen und tätlichen Angriffen auf die Unparteiischen am letzten Wochenende in unserem Land einen Schiedsrichterstreik – ein Schreckensszenario, von dem die Leichtathletik zum Glück (noch) weit entfernt ist …

Ottweiler 15.9.2019          DATSCHALinks:     Vorne die Athleten: Maximilian Weber, Kim Lambert, Steven Matheis; 
              Hinten die Trainer: Werner   Liedtke, Willi Sahner, Margit Ernwein
Rechts:  Der Schwenker ist vor der Datscha aufgebaut, bald geht’s los!

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Geschrieben von wolfiweber

19. September 2019 um 18:25

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Bewegung beschert Spaß – und schöne Trophäen

41 Kids der Kita Hirzweiler/Welschbach erwarben das Minisportabzeichen

Das Projekt  „Kindergarten Kids in Bewegung“ ist eine Initiative des Landessportverbandes für das Saarland und des saarländischen Bildungsministeriums. Mit dabei sind seit mehr als einem Jahr auch der Katholische Kindergarten Hirzweiler-Welschbach und der TV Illingen.
Hintergrund des Projektes: Untersuchungen haben gezeigt, dass in Deutschland nur noch etwa jeder vierte Junge und jedes sechste Mädchen das Bewegungspensum von einer Stunde täglich erreicht, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Erhaltung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit empfohlen wird. Der Bewegungsmangel unserer Kinder hat Folgen. Prof. Georg Wydra, der Leiter des Sportwissenschaftlichen Instituts der Universität des Saarlandes, hat mit seinen Mitarbeitern umfangreiche Untersuchungen bei Vorschulkindern durchgeführt. Wydras Fazit: „Wir mussten feststellen, dass nur noch sehr wenige Kinder der Altersgruppe 4 bis 6  im koordinativen Bereich gute Werte erreichen!“
Die hauptsächliche Art der motorischen Auseinandersetzung des Kindes mit der Umwelt ist das Spiel. Genau diese Überlegungen sind es, die zum MINISPORTABZEICHEN SAAR (MSA) führten. Das MSA wurde 2003 entwickelt, ist zum Renner geworden. Es eröffnet auch Kindergartenkindern die Möglichkeit, auf spielerische Weise ihre Fitness unter Beweis zu stellen. Nicht das leistungsorientierte Absolvieren steht beim Erwerb des Abzeichens im Vordergrund (wie beim „normalen“ Sportabzeichen), sondern das Absolvieren an sich. Das MSA soll den Spaß an der Bewegung wecken und positive Bewegungserlebnisse vermitteln.
Der MSA-Parcours umfasst sieben Stationen zu den Themen Koordination und Kondition: 1. Stab auffangen (Reaktionsfähigkeit); 2. Balancieren;  3. Auf der Langbank in die Höhe ziehen; 4. Zielscheibenwurf;  5. Hindernisparcours; 6. Durch Reifen winden;  7. Spaßsprint.
Jedes Kind, das den Parcours erfolgreich durchlaufen hat, bekommt eine  Medaille und eine schmucke Urkunde.
Die Abnahme des Minisportabzeichens darf nur durch qualifizierte Prüfer erfolgen. Die Übungsleiter Willi Sahner und Wolfgang Weber vom TVI haben in einem speziellen Lehrgang des Landessportverbandes die Prüflizenz erworben. Jetzt war es wieder so weit und 41 Kids der Kita Hirzweiler/Welschbach wurden zu stolzen Besitzern des MSA.

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Präsentation der Trophäen: eine der Gruppen, die das MSA erworben haben.
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Geschrieben von wolfiweber

9. September 2019 um 15:53

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Leichtathletik, ein Ableger des Turnens

In der Chronik des TV Illingen ist in den Zwanziger- und Dreißigerjahren immer wieder die Rede vom „volkstümlichen Turnen“. Das war nichts anderes als Laufen, Werfen und Springen, leichtathletische Übungen also. Die Begriffe „Turnen“ und „volkstümliches Turnen“ sind 100 Jahre älter als der Begriff „Leichtathletik“. Den gibt’s erst seit 1898 mit der Gründung der “Deutschen Sportbehörde für Athletik”. Das Turnen lässt sich von Anfang an nicht allein auf Gerät- oder Kunstturnen festlegen. „Turnvater“ Jahn erfand zwar Vorformen des Recks, des Barrens und des Pferds. Aber auf seinem Turnplatz, der Hasenheide in Berlin, ließ er immer auch springen, laufen, ringen und raufen, an Gerüsten klettern, ja sogar den „kleinen Krieg“ üben mit Patrouillen und Überfällen. Er, Patriot durch und durch, wollte durch angemessene Körperschulung die Mädchen und Jungen, die Frauen und Männer fit machen für den Kampf gegen Napoleon und die Franzosen.
Nach der Neugründung des TV Illingen 1950 entstanden im Verein verschiedene Abteilungen, als erste 1955 die Abteilung Leichtathletik. Ein herausragender Athlet der Fünfziger und Sechziger ist Gerhard Ernwein. Er ist ein Musterbeispiel für die Verflochtenheit von Turnen und Leichtathletik: Gerhard gehörte der Turnerriege des TVI an, war mehrfach Sieger bei Gau- und Landesturnfesten, oft in gemischten Wettkämpfen. Seine besten Leistungen sind ein vierter Platz im leichtathletischen Dreikampf bei den Deutschen  Turnmeister­schaften  in Schweinfurt 1967, Platz 2 bei der Saarlandmei­sterschaft im 100m-Lauf in 10,7 Sekunden und Platz 5 bei den saarländischen Meisterschaften im Zehnkampf. Um das Bild von Allrounder Gerhard Ernwein zu komplettieren: Dank seiner Athletik war er auch eine Stütze der TVI-Basketballer.

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Links: Gerhard Ernwein in Aktion; rechts: Hoffnungsträger des TVI beim Anturnen 1967 in Saarbrücken: stehend als Vierter von links Gerhard Ernwein, links neben ihm Hans Bertram, damals 18 Jahre alt. Bertram lief 1970  in Berlin die 800 Meter in 1:47,6 Minuten. Dieser Landesrekord wurde erst nach 44 Jahren gebrochen.

In der jüngeren Vergangenheit ist es Lars Schwindling, der auf den Spuren von Gerhard Ernwein wandelt. Sein Herz gehört dem 6-Kampf, einem beliebten DTB-Wettkampf mit den Leichtathletikdisziplinen 100m-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung und den turnerischen Disziplinen Bodenturnen, Barren und Reck. In Berlin gewann Lars bei der Deutschen Meisterschaft 2010 diesen Wettkampf in der Altersklasse U14, im Jahr darauf wurde er in der U16 Dritter.

TRIO ganz rechts Lars Schwindling, ganz links sein Bruder Simon, auch er in der Leichtathletik und im Turnen zuhause. Zusammen mit Stiefbruder Jonas Sommer (Mitte) erkämpften sie für den TVI den Meistertitel in der Geräteturn-Oberliga. Optimieren der Fotos durch Anklicken!

Geschrieben von wolfiweber

6. September 2019 um 09:41

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LG Saar 70 mit drei Teams dabei – und alle auf dem Treppchen

Bei den Saarländischen Mannschaftsmeisterschaften, kürzlich in Friedrichsthal ausgetragen, mischte die LG Saar 70 mit 3 Teams mit. „Leider setzte sich der Trend fort, dass immer weniger Mannschaften zu diesem Wettbewerb antreten“, klagt Betreuer Werner Liedtke. „Am Wetter konnte es diesmal nicht gelegen haben. Die Sonne schien, es war heiß – aber vielleicht war es einigen halt zu heiß!“
Auch die LG Saar 70 konnte dieses Jahr nur "Rumpfmannschaften" bei den Frauen, den Männern und der weiblichen Jugend U18 stellen.
Im Männerteam der LG Saar 70 starteten Dr. René Berwanger, David Naumann, Thorsten Schlör, alle vom TV Illingen, dazu Daniel Schmidt, Lukas Schöne und Paul Ludwig vom TV Wemmetsweiler. Das Team freute sich nicht nur über die Vizemeisterschaft, sondern auch darüber, dass alle, insbesondere die angetretenen Senioren, verletzungsfrei über die Runden kamen.
Alles gegeben haben auch die LG-Frauen, angeführt von LG-Sportwartin und TVI-Trainerin Caroline Schlör. An der Seite von Caro kämpften vom TVI noch Mirjam Jakob und Janina Triesch. Der TuS Wiebelskirchen schickte Angelina Stürmer und Manuela Fuchs, der TV Ottweiler Jana Fuhrmann. Die Damen haben tapfer gekämpft, sie belegten am Ende Platz 3.
Knapp am Sieg vorbeigeschrämt ist die weiblichen Jugend U18 der LG Saar 70, zum Sieg fehlten bei ihren 4376 Punkten sage und schreibe 8 Pünktchen! Trotzdem eine tolle Leistung, erbracht von den folgende Athletinnen: Lisa Fuhrmann, Katrin Groß und Vanessa Gillmann vom TV Ottweiler und Lara Keller vom TuS Wiebelskirchen.
Erfreuliches kann auch vom TVI-Nachwuchs berichtet werden. Beim Schülermeeting in Saarbrücken schaffte Hanna Gerard, W12, über die 75 Meter mit 12,54 Sekunden eine neue Bestzeit. Hanna steigerte sich beim Renate Klein-Sportfest in Merzig im Kugelstoß auf 4,76 Meter, lief in strömendem Regen die 800 Meter in guten 3:22,82 Minuten. Hannas Bruder Sören, M15, egalisierte in Saarbrücken mit 14,17 Sekunden seine Bestzeit über 100 Meter. In Merzig lief er bei Regen und Gegenwind erstmals die 200 Meter, schaffte 29,32 Sekunden.

      MM_19A_MÄ                                          MM_ Frauen

  Links:   die stolzen Vizemeister David Naumann und René Berwanger
  rechts: unsere 3 Grazien Angelina Stürmer, Caroline Schlör, Janina Triesch

Geschrieben von wolfiweber

3. September 2019 um 19:36

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