Reichlich Gold auf dem Leinpfad

Rund 350 Teilnehmer trafen sich zum Steag-Volkslauf des LC Altenkessel. Er ist einer der schnellsten und beliebtesten Volksläufe im Saarland. Start und Ziel ist das Hochwasser-Dammtor bei Luisenthal, dann geht’s fünf Kilometer auf dem Leinpfad längs der Saar Richtung Saarbrücken und wieder zurück. Die Bedingungen waren diesmal optimal, was Tobias Blum von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal zu einem neuen Streckenrekord nutzte. 31:32,9 Minuten lautet die neue Bestmarke.
Im Rahmen des diesjährigen Steag-Volkslaufs wurden auch die Landesmeisterschaften im 10 Kilometer Straßenlauf ausgetragen. Mit von der Partie waren zwei Teams der LG Saar 70, eines in der U 20, das andere in der U 18. Der TV Illingen (TVI) stellte vier Läufer, der TV Ottweiler (TVO) zwei. Allesamt beherzigten sie den Rat ihres Trainers Wolfgang Weber: „Ihr rutscht in der Mannschaftswertung in die Medaillenränge, wenn ihr es alle Sechs ins Ziel schafft!“  Da dies keinem anderen Verein glückte, sind die jugendlichen Langlaufspezialisten der LG Saar 70 jetzt stolzer Landesmeister.
Neben der Siegerurkunde gab’s eine schmucke Goldmedaille, die sicher ihren Ehrenplatz finden wird. „Das hat heute auf dem Leinpfad hier richtig Spaß gemacht, weil auch das Wetter gut war“, schwärmte Bela Steinsch vom TVO. Bela, noch zur U 18 gehörend, war mit 43:21,4 Minuten Schnellster des LG-Trosses, wurde in der Einzelwertung stolzer Dritter. Mit ihm schafften es auch Simon Schwindling und Andreas Lermen in der Teamwertung der U 18 aufs oberste Treppchen. Ein Sonderlob verdiente sich Andreas. Er gehört mit 15 Lenzen noch zu den Schülern, startete hoch, damit die LG überhaupt eine U 18-Mannschaft hatte. „Fünfer habe ich schon einige gelaufen, aber noch keinen Zehner“, verrät Andreas. „Am Schluss war’s ganz schön hart, da bekam ich furchtbare Seitenstiche!“
Ganz schön hart war’s auch fürs LG-Trio der U 20. Mirco Biehl vom TVO hat gerade sein Abi gemacht, genauso wie Jonas Linn und Marcel Herber vom TVI. Nach dem Abi und vor dem Beginn des Studiums gönnten sich die drei eine Auszeit, wurden, wer will es ihnen verdenken, zu echten „Feierbiestern“.
Aber wenigstens sonntags trafen sie sich zum Joggen im Illinger Hosterwald. Wenn auch ihre Zeiten auf dem Luisenthaler Leinpfad nicht berauschend waren, für den Meistertitel in der Mannschaftswertung reichte es allemal.

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Die Ruhe vor dem Sturm                                     Unsere Helden: vorne die U 18, hinten die U 20

Weiter Fotos unter Bilder, Galerie 2015, Altenkessel

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27. September 2015 um 15:42

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Lübeck war eine Reise wert

Philipp Oehling, dessen Stärke unbestritten die Mittel- und die Langstrecken sind, ist zum hervorragenden Mehrkämpfer geworden. Getreu der Devise „keine frühzeitige Spezialisierung“ hat er sich, bestens betreut von Trainerin Caroline Schlör, auch beim Sprint, Sprung und Wurf versucht – mit bemerkenswertem Erfolg. Überall zählt er zur Landesspitze, hat zahlreiche Meisterschaften gewonnen.
Seine Klasse als Mehrkämpfer zeigte Philipp nun in Lübeck bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse M 14 im Blockwettkampf. Das ist ein 5-Kampf in 3 Varianten. 100 Meter, Weitsprung und Hürdenlauf gehören bei allen Varianten dazu, die beiden restlichen Disziplinen können nach Neigung gewählt werden. Philipp entschied sich für den Block „Lauf“ mit Ballwurf und 2000 Meter-Lauf. Er hatte es in Lübeck mit 25 Konkurrenten zu tun. Philipps Ziel: ein Platz unter den besten Acht. Dies schaffte er bravourös, dank persönlicher Bestleistungen über 100 Meter, im Hürdenlauf und im Ballwurf, was ihm Rang 6 bescherte. 2593 Punkte hatte Philipp auf dem Konto, nur 15 Pünktchen weniger als Florian Zeitler von der LG Würm, dem Drittplatzierten. Sieger Cem Boz von der LG Hof war mit 2695 Punkten seinen Verfolgern um 60 Zähler enteilt, aber hinter ihm herrschte großes Gedränge: Nur 31 Punkte lagen zwischen Platz 3 und Platz 8 mit Tobias Hau, Philipps saarländischem Konkurrenten aus Friedrichsthal. Für Philipp war mehr drin: „Nur 5,35 Meter im Weitsprung“, bedauert Trainerin Caroline Schlör, „er traf einfach das Brett nicht. Dabei sprang Philipp kürzlich in Friedrichsthal 5,87 Meter. Diese Weite hätte hier Silber bedeutet!“
Zufrieden war man trotzdem. „Vielleicht versuchen wir es nächstes Jahr in der M 15 nochmal“, verkündet Caroline Schlör. Eine Option ist allerdings auch die Hinwendung zur Mittelstrecke. Die Aussichten auf Top-Platzierungen sind dort bestens. Über die 800 Meter wurde Mehrkämpfer Philipp schließlich im Juli in Kassel bei der Süddeutschen Meisterschaft Zweiter.

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  Philipp, 2. v. links, schaffte persönliche Bestleistungen über 100 Meter und über die Hürden

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            800 m, Philipp mittendrin                                   Die Top-Acht; ganz rechts Tobias Hau

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10. September 2015 um 09:23

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Total cool: das Zeltlager in Braunshausen

170 Kinder aus saarländischen Vereinen, alle 6 bis 13 Jahre alt, waren in diesen Sommerferien im Zeltlager der saarländischen Turnerjugend in Braunshausen. Vom TVI waren 15 Kinder dabei, dazu die Betreuer Nina Mayer, Michael Bohlen und Michael Christ. Als vierter Betreuer half noch Kai Wagner mit, der Sohn des Lagerleiters. Alle wohnten in Holzhütten oder in Zelten auf dem Freizeitgelände hinter dem Turnerheim am Peterberg. Neben den 30 Betreuern aus den verschiedenen Turnvereinen gab es noch 35 sogenannte Teamer, die sich um die Organisation kümmerten, vom Essenkochen bis zu den zahlreichen Aktionen.
„Märchen und Fantasy“ lautete das Motto diesmal, elf Spiel- und Mitmachstationen gab es. „Das letzte Einhorn“ war eine davon. Das Fabelwesen musste mit seinem Horn die ihm zugeworfenen Wasserbomben aufspießen. Das Nasswerden aller Beteiligten war selbstredend erwünscht. Beim gestiefelten Kater mussten die Kids in für sie zu große Gummistiefel steigen und diese dann mit den Füßen weit wegschleudern. Beim Froschkönig galt es, die Kugel aus einem Pool zu bergen. Gar nicht so einfach! Unter großem Jubel der Zuschauenden plumpsten nicht wenige beim Bergungsversuch selbst ins Wasser. Beim Aschenputtel galt es, sorgfältig Körner zu sortieren. „Das war ganz schön anstrengend“, klagt Frédéric, „wir mussten in einem Haufen aus Maiskörnern, Bohnen, Erbsen und Linsen alles rauspicken und schnell in die entsprechenden Behälter werfen!“
Klar, dass die Märchenspiele prima ankamen, aber die zusätzlich angebotenen Aktionen taten das auch. Es gab vielfältige Sportangebote, vom Turnen über Ballsport und Trampolinspringen bis zum Orientierungslauf. Armbänder wurden gebastelt und T-Shirts in Schals verwandelt. Auf dem Programm standen Fahrten zum Bostalsee und der Besuch des Schaumbergbads in Tholey.
Beim Kasinoabend kamen die notorischen Spieler auf ihre Kosten, beim Diskoabend kamen alle Tänzer ins Schwitzen, bei der Geisterwanderung so mancher auch: Unverhofft tauchten aus dem Dunkel Hexen und Skelette auf, stürzten sich schreiend und wild fuchtelnd auf die Wanderer, machten mit ihren Rasseln einen Höllenlärm. „Wenn die auf uns losstürmten, habe ich mich immer an Fabio geklammert”, gesteht Philipp, “das hat sehr geholfen!”  Hoch her ging es im großen Aufenthaltszelt bei „Schlag den Teamer“, einer Kopie von „Schlag den Raab”. Romantisch war’s am Lagerfeuer, wo Groß und Klein inbrünstig mitsangen. Überall konnten sich die Kinder mit einbringen, aktiv werden. „Das ist ganz wichtig“, unterstreicht Thomas Breidt, der gemeinsam mit Uwe Wagner die Ferienfreizeit leitete. „Nur so lernen die Kinder, miteinander umzugehen, sich zu arrangieren, sich zu engagieren. Und auch ein Stückchen selbstständiger zu werden.“
Dazu gehöre es auch, Verantwortung zu übernehmen. So war jeder Verein an einem Tag für den Lagerdienst verantwortlich. Das bedeutete zum Beispiel, dass die Kinder und ihre Betreuer die Bierzelttische und -bänke nach den Mahlzeiten abwischten, beim Auf- und Abbau halfen. Fast von selbst arbeite man da als Mannschaft zusammen. „Das ist eine ganz wichtige Sache“, unterstreicht Thomas Breidt. „Soziale Kompetenz wird hier spielerisch erlernt.“
Darüber hinaus reinigten die Betreuer und Teamer im Wechsel die Sanitäranlagen. Überhaupt leben die Zeltlager der saarländischen Turnerjugend vom Einsatz der ehrenamtlichen Helfer, die sich oft eigens Urlaub nehmen. Deshalb freut es die Organisatoren, dass viele seit Jahren mitmachen, dass aber auch junge Erwachsene neu hinzukommen, die schon als Kinder im Zeltlager dabei waren. Für Thomas Breidt ist das ein Beispiel für Nachhaltigkeit.
Die Ferienfreizeiten sind ein Aushängeschild der saarländischen Turnerjugend – seit zwei Jahrzehnten! Der TVI ist von Anfang an dabei, auch was die Organisation anbelangt. Gabi und Heinz Steuer sind hier zu nennen, auch Anita Mayer. Sie haben mitgeholfen, die Ferienfreizeiten zu dem zu machen, was sie heute sind: eine äußerst preisgünstige Ferienalternative, vollgepackt mit Spiel, Spaß und Abenteuer; eine aufregende, bunte Ferienwelt, in der alte Freundschaften gefestigt und neue geschlossen werden, sogar über die Landesgrenzen hinaus: 2011 hatte Heinz Steuer dafür gesorgt, dass zehn junge Israelis in Braunshausen dabei waren.

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Die große Schar der “Lagerinsassen”                              Die Illinger Kids bei einem ihrer Auftritte

Weitere Fotos unter “Bilder”, Galerie 2015, Braunshausen

Geschrieben von wolfiweber

31. August 2015 um 17:59

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Michael Christ glänzt bei Senioren-WM

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Seniorinnen und Senioren fand dieses Jahr vom 4. bis 16. August im französischen Lyon statt. Aus allen Erdteilen waren zahlreiche Sportlerinnen und Sportler angereist. Wegen der starken Beteiligung wurden die Wettkämpfe in vier Stadien ausgetragen.
Bei der Senioren-WM können Athletinnen und Athleten ab 35 Jahren teilnehmen. Mittendrin im Heer der Oldies: Michael Christ, 37, Sprinterstar des TV Illingen. Hier das Protokoll seiner Auftritte:
Es begann eher bescheiden über die 100 Meter. Die starke Konkurrenz von 67 Teilnehmern der Altersklasse M35 verhinderte eine Endlauf-Qualifikation. Sein Glück fand Michael dann aber in den Staffeln. Im Trikot der National-Mannschaft konnte er als Startläufer mit der deutschen 4×100 Meter- Staffel zusammen mit Gunnar Habl, Ulrich Ratsch und Torsten Kühl den 7. Platz in starken 45,50 Sekunden erkämpfen. Und es kam noch besser. „Zum absoluten Höhepunkt“, schwärmt der Illinger Sprinter, „wurde für mich die 4×400 Meter-Staffel mit Torsten Kühl, Nils Milde und Gunnar Habl. Wir gaben unser Bestes, waren in 3:39,71 Minuten und Platz 5 gar nicht so weit von den Medaillenrängen entfernt!“
Klar, dass diese Platzierung gebührend gefeiert wurde und dass Lyon, die Stadt an der Rhône, in bester Erinnerung bleiben wird.

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Links:      Im Hintergrund eine imponierende Zuschauerkulisse, vorne Staffel  GERMANY  mit Michael Christ, verfolgt von TRINIDAD & TOBAGO                              

Rechts:   Deutsche M35-Nationalstaffel mit Kühl, Ratsch, Christ und Habl
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Geschrieben von wolfiweber

20. August 2015 um 13:35

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Zweimal Meister, dreimal Vizemeister im Mehrkampf

Sie sind schon eine Macht, die Mehrkämpfer des TV Illingen! Das zeigte sich jüngst wieder bei den Saarlandmeisterschaften in Püttlingen. In der Königsdisziplin 10-Kampf starteten bei den Männern Daniel Feuchtner, Kay-Uwe Buschauer und Marcel Herber. In der Einzelwertung belegten sie die Plätze 6, 7 und 11, womit sie sich in der Mannschaftswertung die Vizemeisterschaft sicherten. Vizemeister wurde auch das U16-Trio Mit Jule Woll, Svenja Klein und Lisa Schuler vom TV Ottweiler, und zwar im 7-Kampf.
TVI-Mann des Tages war einmal mehr Philipp Oehling. Er schnappte sich die Titel der M14 sowohl im 4- als auch im 9-Kampf. Dank Philipp erkämpfte sich das LG-Team U16 die Vizemeisterschaft im 4-Kampf. Zum Meisterteam der LG Saar 70 gehören neben Philipp die Illinger Matthias Schikofsky und Jonas Sander, sowie die Ottweiler Niels Diehl und Jan Philipp Schmitt.

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Erschöpft, aber happy: Daniel, Marcel und Kay-Uwe; rechts die Siegerehrung

Geschrieben von wolfiweber

29. Juli 2015 um 10:33

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Louisa Grauvogel holt Bronze bei der EM

Louisa Grauvogel vom TV Ottweiler, Vorzeigeathletin der LG Saar 70, zu der ja auch der TVI gehört, wurde im 7-Kampf voriges Jahr im amerikanischen Eugene Fünfte der U20-Weltmeisterschaft. Jetzt glückte ihr bei der Europameisterschaft im schwedischen Eskilstuna der Sprung aufs Siegertreppchen. Damit hat sie wesentlichen Anteil am guten Abschneiden der deutschen U20, die hinter Russland in der Mannschaftswertung Zweiter wurde. Hier Louisas Bericht:

Zunächst hat der Wettkampf mit zwei super „personal bests“ angefangen (13,71 Sekunden über 100 Meter Hürden = deutsche Jahresbestleistung und 1,74 Meter im Hochsprung), womit ich nicht unbedingt gerechnet hatte.
Beim Kugelstoßen kam dann leider ein ziemlicher Dämpfer. Ich bin mit den regnerischen Bedingungen und den wenigen Einstoßversuchen überhaupt nicht zurechtgekommen und konnte meine bisher erbrachten Trainings- und Wettkampfleistungen von rund 12,50 Metern nicht abrufen – am Ende hatte ich lächerliche 11,23 Meter auf dem Konto. Was da mit mir los war, habe ich selbst nicht verstanden, aber das gilt es jetzt im Nachhinein zu analysieren.
Die 200 Meter und der Speerwurf waren im Rahmen, allerdings folgte mit dem Weitsprung die nächste Zitterpartie: Probleme mit dem Anlauf und starker Gegenwind sorgten dafür, dass ich das Brett kein einziges Mal richtig traf. Beim Einspringen hatte ich Sprünge um die 6 Meter; das ernüchternde Wettkampfresultat: 5,60 Meter.
Nach dem Weitsprung fiel ich vom Silberrang erst einmal auf Platz 4 zurück. Mit dem Speerwurf kehrte ich dann vor dem abschließenden 800 Meter-Rennen nochmal auf Platz 2 zurück. Mein Pech: Ich hatte mir in der Woche zuvor einen Infekt eingefangen. Der hat mich im Vorfeld sowohl physisch als auch psychisch belastet, machte mir auch während der beiden Wettkampftage zu schaffen.
Am Start des 800 Meter-Laufs wusste ich dann, dass ich Bestzeit laufen musste, um die Silbermedaille zu verteidigen. Das ist mir unter den geschilderten Umständen leider nicht gelungen, ich kam aber mit 2:18.09 Minuten nahe an meine Bestzeit von 2:17.4 Minuten heran.
Insgesamt war es für mich einer der schönsten, aber auch einer der schlimmsten 7-Kämpfe, die ich je bestritt. Ich war 2 Tage morgens von halb 9 bis abends um halb 8 im Stadion und musste permanent Spannung und Konzentration aufrecht erhalten. Das war eine ganz schöne Herausforderung, vor allem nach den Disziplinen, die nicht so gut liefen. Ich habe mich natürlich über die rund 200 verschenken Punkte, die sicher Silber bedeutet hätten, geärgert, bin aber dennoch mit dem Endergebnis von 5704 Punkten (erneute Erfüllung der B-Kadernorm) sehr zufrieden. Natürlich hatte ich von mehr geträumt als von Bronze, schließlich war ich mit 5747 Punkten angereist, dem Bestwert aller Athletinnen. Aber auch bei optimalem Verlauf hätte ich gegen die Schweizerin Caroline Agnou keine Chance gehabt: Caroline schaffte sensationelle 6123 Punkte!
Jedenfalls bin ich entschlossen, den Weg Richtung Leistungssport mit dem Eintritt in die Erwachsenenklasse fortzusetzen. Nächstes Jahr steht dann das Abitur an, das den Weg für ein Medizinstudium bereiten soll. Alles andere lasse ich jetzt in Ruhe auf mich zukommen und freue mich erst einmal auf Urlaub mit Freunden und Familie.

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Unten der 800m-Lauf, Siegerin Caroline Agnou neben Louisa ganz links. Alle Fotos wurden von Darrell Tuxford gemacht, einem Amerikaner. Er hat aber wie seine Tochter Kristin auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Kristin startete in Eskilstuna ebenfalls im 7-Kampf, wurde am Ende Neunte. Unten rechts Louisa und Kristin. Optimieren der Fotos durch Anklicken!

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25. Juli 2015 um 07:18

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Sommertraining der Kleinen Wilden

In den achtziger Jahren kam eine zornige Anfrage der Obrigkeit, wieso der Stromverbrauch in der Sporthalle im Illinger Schulzentrum so hoch sei. Die Obrigkeit wurde aufgeklärt: Die Halle besitzt kein einziges Fenster! Wer sich in dieser Halle tummeln will, muss bitteschön erst mal das Licht anmachen.
Es erging dann die Weisung an den Hausmeister, zwecks Reduzierung der Stromrechnung eine Reihe von Stromkreisen abzuklemmen. Die Folge: Die Volleyball-Prüfung des Leistungskurses Sport musste abgebrochen werden, weil die Prüfungskommission den Ball nicht sah. Nach Rückfrage in Saarbrücken wurde dem Wunsch nach mehr Licht stattgegeben.
„Es gibt nichts Schlechtes ohne Gutes“, verkündet der Volksmund. Gut, die Illinger Halle hat kein einziges Fenster. Aber jetzt, wo es draußen so hell und so heiß ist, hat dieses sonderbare Bauwerk seine Vorteile. Montagsnachmittags ab halb vier amüsieren sich dort die Kleinen Wilden des TVI bei angenehmen Temperaturen.
Hier zwei Fotos vom Bewegungstraining montags zwischen 15.30 und 17 Uhr. Nicole Maas hat sie uns geschickt. Viele weitere seht ihr unter Bilder, ganz unten “Die Kleinen Wilden”, Sommer 15.

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18. Juli 2015 um 10:36

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Je oller, je doller – Michael sprintet aufs Treppchen

Die Reise ins 750 km entfernte Zittau (Sachsen) war für Michael Christ ein voller Erfolg. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften startete der Illinger Sprinter in der M35 zunächst über 100m, wurde im A-Finale in 11,79 sec Sechster, nur eine Zehntel Sekunde hinter Platz 3. Am gleichen Tag im 400m-Finale lief Michael ein beherztes Rennen, landete mit 55,49 sec auf Rang 4. Tags darauf dann die Krönung: 200m Finale der Männer, neue Bestzeit mit 24,10 sec und ein hervorragender 3. Platz. Trainer Werner Liedtke und die anwesenden Saarländer waren begeistert und gratulierten herzlich.
Bemerkung am Rande: Michael ist in puncto Leichtathletik ein Spätstarter, ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Rouven. Der beherrschte als Sprinter jahrelang die Szene, lief die 100 Meter in 10,50 Sekunden, wurde 2007 mit der Deutschen U20-Staffel Europameister. Bruder Michael guckte zu. Nach dem Urteil von Insidern hatte er mehr Talent als Rouven…
Statt wehmütig nach hinten, schaut Michael optimistisch nach vorne. Für ihn läuft jetzt die Vorbereitung auf das nächste Großereignis, die WM der Senioren im August in Lyon.

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Ein gut aufgelegter Michael läuft …                        … aufs Treppchen!

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16. Juli 2015 um 16:12

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Philipp Oehling süddeutscher Vizemeister

„Ab nach Kassel!“, hieß es Ende des 18. Jahrhunderts. Hessische Landesfürsten beorderten damals viele ihrer Soldaten in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, oftmals eine Reise ohne Wiederkehr.
„Ab nach Kassel!“ hieß es auch jetzt für Jule Woll, Philipp Oehling und Matthias Schikofsky. Die drei Ausnahmeathleten des TV Illingen hatten bei den Landesmeisterschaften brilliert, jetzt ging es zu den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U16. Im Gegensatz zu den bedauernswerten Rekruten des 18. Jahrhunderts fuhren sie mit frohen Erwartungen nach Kassel. Ihr Ziel: Platzierung unter den Top Acht, vielleicht sogar der Sprung aufs Siegertreppchen.
Und einer des Trios schaffte das tatsächlich: 800 Meter-Läufer Philipp. Gold der M14 war vergeben, an Linus Wiedenbauer vom TuS Geretsried, den Bayern-Rekordler. Der setzte sich früh ab, gewann schließlich in glänzenden 2:02,48 Minuten. Spannend war es 30 Meter hinter ihm, wo sich ein halbes Dutzend um Silber und Bronze balgte, Philipp mittendrin. In einem fulminanten Endspurt, frenetisch angefeuert vom TVI-Tross, erkämpfte sich Philipp in persönlicher Bestzeit von 2:07,48 Minuten Platz 2. Gerade mal zwei Hundertstel, eine Nasenlänge lag er vor dem Würzburger Matthias Hoffmann. Was soll’s! Der Vizemeister der Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften kommt aus Illingen und heißt Philipp Oehling.
Gar nicht gut lief es für Matthias „Matze“ Schikofsky in der M15. Regenschauer, Windböen – da wird Speerwurf zur Lotterie. Zwei ungültige Versuche, ein schwacher gültiger – das reichte nicht für den Endkampf. Matze war untröstlich.
Nah dran an den Medaillen aber war Jule Woll. Die gertenschlanke Jule, die mehr von der Technik als von der Kraft lebt, wartete mit zwei persönlichen Bestleistungen auf. Ihre 10,71 Meter im Kugelstoß bedeuteten Rang 4, ihre 35,09 Meter im Speerwurf Rang 5. „Sehr schade, dass Jule erst am Schluss vom Treppchen gekickt wurde, beim Speer im vorletzten, bei der Kugel im letzten Versuch“, bedauert Trainerin Caroline Schlör. „ Im Kugelstoß fehlten ihr 19, im Speerwurf 35 Zentimeter zu Bronze, das ist bitter! Uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Aber auch Jule und Matze haben alles gegeben. Wir können echt stolz sein!“

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Unsere Stars in Kassel, mit ihrer Trainerin Caroline Schlör
Weitere Fotos unter Bilder, Galerie 2015, Kassel

Geschrieben von wolfiweber

16. Juli 2015 um 08:27

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Svenja Klein holt Gold, Simon Mohr Silber

Die Altersklasse U14, also die 12- und 13-Jährigen, trafen sich in Saarlouis zu den Mehrkampfmeisterschaften. Angeboten wurden der klassische Dreikampf mit 75 Meter-Lauf, Ballwurf und Weitsprung. Die meisten Starter nahmen noch den Hochsprung dazu, wetteiferten zusätzlich im Vierkampf.
Der Reiz des Mehrkampfs besteht darin, dass der Sprung aufs Siegertreppchen nicht nur in der Einzelwertung, sondern auch mit der Mannschaft gelingen kann. Zur Mannschaft gehören fünf Mädchen bzw. fünf Jungen. Bei den Mädchen schickte die LG Saar 70 zwei, bei den Jungen ein Team ins Rennen. Das Gros der LG-Starter kam vom TV Ottweiler (TVO), der traditionell in dieser Altersklasse eine Hochburg ist. Christian Anefeld, Nachwuchs-Trainer des TVO, ist zu Recht stolz auf seine Truppe.
Die drei Teams der LG Saar 70 schlugen sich prächtig. Die Mädchen gewannen Gold, sowohl im Drei- als auch im Vierkampf. Zum Gold-Team gehören Svenja Klein vom TV Illingen, Paula Grauvogel, Nina Haßdenteufel, Janine Baus vom TV Wemmetsweiler und Vanessa Gillmann. Beim Vierkampf rückte statt Vanessa Gillmann Maira Bendig ins Team. Im Dreikampf wurde die zweite Mannschaft LG Saar 70 bei neun Teams Sechster, zu diesem Team gehörte auch Neele Broschardt vom TVI. Zwei der oben Genannten kamen auch in der Einzelwertung in die Medaillenränge. Die überragende Svenja Klein war sowohl im Drei- als auch im Vierkampf in der W13 klar vorne, in einem Feld von fast 40 Startern. Sie glänzte in allen Disziplinen mit neuen persönlichen Bestleistungen: 10,50 Sekunden für 75 Meter, 4,42 Meter im Weitsprung, 1,44 Meter im Hochsprung, 45 Meter im Ballwurf. Auf den Spuren ihrer großen Schwester Louisa, Vorzeigeathletin der LG Saar 70, Fünfte der Weltmeisterschaft U20 im Siebenkampf und deutsche Meisterin im Hürdenlauf, bewegt sich Paula Grauvogel. Sie erkämpfte in der W12 sowohl im Drei- als auch im Vierkampf Bronze, verfehlte mit 1312 Punkten im Dreikampf Silber nur um ein mickriges Pünktchen.
Nun zu den LG-Jungs. Erwin Holzhauser, Luca Bourquin, Simon Groß und Luca Fischer, alle vom TVO, und Simon Mohr vom TVI kämpften bravourös und wurden mit der Vizemeisterschaft im Drei- und im Vierkampf belohnt. Eifrigster Punktesammler war Erwin, 13, doch dann folgt schon Simon Mohr. Der ist, wie Luca Bourquin, erst 11. Beide starteten hoch, wurden bei den 12-Jährigen gewertet. Es spricht für die Klasse von Simon, dass er bei den ein Jahr älteren Silber im Drei- und Bronze im Vierkampf holte.
Simon schwärmt von der guten Stimmung und der Kameradschaft in seinem Team: „Weil es so heiß war, hat Luca seiner Schwester Laura den Sonnenschirm abgeluchst, dort passten wir fünf gut drunter. Beim Weitsprung gaben wir uns gegenseitig gute Tipps. Wenn einer im Hochsprung ausgeschieden war, blieb er trotzdem da, um seine Mannschaftskameraden laut anzufeuern. So eine Unterstützung ist einfach prima!“

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U14 der LG Saar 70 mit den Trainern Caroline Schlör, Christian Anefeld und Werner Liedtke; oben 3.v.r. Svenja Klein, links neben ihr Neele Broschardt; unten 4.v.r. Simon Mohr

Geschrieben von wolfiweber

12. Juli 2015 um 08:24

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